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Enzkreis -  08.02.2019
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Gefährlicher Geschlechtsverkehr: Chlamydien auf auch in der Region auf dem Vormarsch

Enzkreis/Pforzheim. Sexuelle Gesundheit ist unser Ziel, dafür arbeiten wir.“ Das betonte gestern die Leiterin des Gesundheitsamtes Enzkreis Pforzheim, Dr. Brigitte Joggerst, bei einer Informationsveranstaltung im Landratsamt. Thema: Sexuell übertragbare Krankheiten.

Aktiv für die Gesundheit: Dr. Brigitte Joggerst (von links) und Torsten Konrad vom Gesundheitsamt, Claudia Jancura von der Aids-Hilfe und Dr. Christoph Hauser von der Berner Uni-Klinik. Foto: Meyer
Aktiv für die Gesundheit: Dr. Brigitte Joggerst (von links) und Torsten Konrad vom Gesundheitsamt, Claudia Jancura von der Aids-Hilfe und Dr. Christoph Hauser von der Berner Uni-Klinik. Foto: Meyer

Für ein Fachpublikum aus Ärzten und Organisationen berichtete Torsten Konrad von der entsprechenden Beratungsstelle beim Gesundheitsamt über aktuelle Zahlen. Außerdem informierte der Mediziner Dr. Christoph Hauser von der Universitätsklinik für Infektiologie in Bern über die neusten Erkenntnisse. Alle sprechen sich dafür aus, dass insbesondere vorbeugende Maßnahmen intensiviert werden.

Wie die Fachleute betonten, ist die Vorbeugung bei diesem Thema das A und O: Nur wer weiß, wie er sich effektiv schützen kann, vermeidet Infektionen. Und nur wer weiß, woran er erkrankt ist, kann behandelt werden. Beratungen und Untersuchungen bietet das Gesundheitsamt (Bahnhofstraße 28 in Pforzheim) an. Zweimal pro Woche, dienstags von 13.30 bis 18 Uhr und donnerstags von 8 bis 14 Uhr, kann man ohne Termin vorbeikommen.

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Wie Torsten Konrad berichtete, haben sich im vergangenen Jahr 1007 Menschen untersuchen lassen – deutlich mehr als im Jahr 2017, als 862 Menschen getestet wurden. Die meisten aus Pforzheim (rund 57 Prozent) und dem Enzkreis (rund 22 Prozent), immerhin rund 21 Prozent reisten aus größerer Entfernung an. Mit 626 kamen deutlich mehr Männer als Frauen (440).

Bei 8,4 Prozent der Untersuchten wurden sexuell übertragbare Krankheiten festgestellt – in den meisten Fällen Chlamydien, auch Gonorrhhoe war relativ häufig. „Außerdem haben wir leider bei fünf Männern HIV diagnostiziert“, so Konrad.

Mehr lesen Sie am Samstag, 9. Febrzar, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Autor: Sabine Mayer-Reichard