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Enzkreis -  07.02.2019
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Hilfe aus der Luft: Künftig können in der Region Vermisste auch per Drohne gesucht werden

Enzkreis/Pforzheim. Das Gerät, das Thomas Kälber aus dem riesigen Kunststoffkoffer, groß wie eine Übersee-Truhe, holt, hat nichts mit den üblichen Drohnen zu tun, die man für einige hundert Euro in den einschlägigen Elektronikmärkten kaufen kann.

Thomas Kälber von der Rettungshundestaffel Nördlicher Schwarzwald sucht mit einer Drohne nach Vermissten. Foto: Seibel
Thomas Kälber von der Rettungshundestaffel Nördlicher Schwarzwald sucht mit einer Drohne nach Vermissten. Foto: Seibel

Es sind nicht nur die acht Rotoren, also doppelt so viele wie üblich, die das Gerät von den Amateurvarianten unterscheidet. Es ist vor allem die Wärmebildkamera, die auf dem Zubehörträger montiert ist. Und die ist entscheidend, denn kommt sie zum Einsatz, geht es mitunter um Leben und Tod.

Thomas Kälber ist der Pilot des unbemannten Fluggeräts und Vorstand der BRH Rettungshundestaffel Nördlicher Schwarzwald. Seit zwölf Jahren helfen er und seine Mitstreiter mit inzwischen elf geprüften Hunden bei der Suche Vermisster. Und das ganze ehrenamtlich, bei durchschnittlich zehn und 15 Einsätzen pro Jahr.

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Es gibt immer wieder Situationen, Fachleute sprechen von „Lagen“, in denen die Hunde an ihre Grenzen kommen, in Verletzungsgefahr geraten oder einfach nicht so effizient sind wie die Alternative: eine Drohne. Seit Beginn dieses Jahres hat der 53-jährige Kelterner das Gerät am Start, das den Wert eines gut ausgestatteten Mittelklassewagens hat. Zusammen mit drei weiteren zertifizierten Piloten der Staffel ist er nun bereit für den ersten Ernstfall.

Mehr lesen Sie am 8. Februar in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Autor: Sebastian Seibel