Calw -  31.01.2019
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Blauzungenkrankheit im Kreis Calw angekommen

Calw. Jetzt ist es amtlich: Die für Rinder gefährliche Viruserkrankung ist im Kreis Calw festgestellt worden. Nachdem im Dezember in einem Betrieb im Landkreis Rastatt der Ausbruch der Blauzungenkrankheit amtlich festgestellt worden war, erfolgte eine landesweite Intensivierung der Überwachung um vorhandene Infektionsherde nachweisen zu können.

Eine Veterinärin impft ein Rind gegen die Blauzungenkrankheit. Foto: Fabian Sommer/dpa-Archiv
Eine Veterinärin impft ein Rind gegen die Blauzungenkrankheit. Foto: Fabian Sommer/dpa-Archiv

Im Rahmen dieses Monitorings wurde nun auch in einem rinderhaltenden Betrieb im Landkreis Calw die Blauzungenkrankheit festgestellt. Von vierzehn beprobten Rindern ergab die virologische Untersuchung bei einem Rind einen positiven Befund. Der Betrieb hat bereits mit der Impfmaßnahme begonnen. Bisher wurde das Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) in 30 Rinderhaltungsbetrieben festgestellt. Neben Calw betrifft dies die Landkreise Rastatt, Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Lörrach und Waldshut sowie den Stadtkreis Freiburg. Der Schwerpunkt des Geschehens liegt in Südbaden.

Ferner betroffen sind bundesweit derzeit sechs Betriebe in Rheinland-Pfalz und ein Betrieb im Saarland. Bei den aufgetretenen Fällen zeigten die Rinder bislang keine Krankheitssymptome. Das Landratsamt Calw empfiehlt allen Haltern, ihren Bestand gegen Blauzungenkrankheit (Serotyp 8 und 4) impfen zu lassen. Damit sollen die weitere Verbreitung des Virus sowie Erkrankungen der Tiere verhindert werden. Dies ist wichtig, da die Erkrankung vor allem bei Schafen tödlich verlaufen kann. Für betroffene Tierarten gelten seither besondere Handelseinschränkungen. Im Kreis Calw trifft dies rund 530 Tierhalter.

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Autor: pm