Dobel -  02.02.2019
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Dobel berät über Haushaltsplan

Dobel. Nachdem die Dobler Verwaltung zum Ende des vergangenen Jahres den Haushaltsentwurf für das Jahr 2019 vorgestellt hatte, waren am vergangenen Dienstag die Mitglieder des Gemeinderates gefragt.

Dabei machte der Rat zum Teil von seinem Königsrecht Gebrauch und ließ weitere Anträge in die Planung einfließen. Mehrfach plädierten vor allem Mitglieder der Fraktion Pro Dobel dafür, mehr Investitionen zu tätigen. Markus Treiber (PD) sieht in der aktuellen Niedrigzinslage eine einmalige Chance für zukunftsweisende Investitionen. „Wir müssen den Mut für Investitionen haben“, bestätigte ihn Fraktionsmitglied Raimund Ruff. Aufgrund der Veränderungen im kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen sprach sich auch Bernhard Kraft (PD) für Investitionen aus. Demnach regte die Fraktion eine zeitgleiche Sanierung des Rathauses und der Grundschule an. Lothar König (PD) sprach in diesem Zusammenhang von einem maroden Zustand der Schule. „Die Gebäude sind lange nicht in so einem schlechten Zustand, wie sie dargestellt werden“, konterte Bernd Bischoff (Freie unabhängige Dobler – FuD). Kämmerer Jürgen Gall, warnte vor einer schlechter werdenden Konjunktur und der Erhöhung der Schuldengrenze. Auch hinsichtlich der Vorgaben des Landratsamtes sei eine signifikante Schuldenerhöhung nicht ohne Weiteres umsetzbar. Bürgermeister Christoph Schaack hakte ein und machte deutlich, dass bereits 1,5 Millionen Euro investiert werden. „Deshalb kann von einem Investitionsstopp nicht die Rede sein“, stelle er klar.

Letztlich kam es zu einer salomonischen Lösung. Demnach wurde der Planbetrag für die Unterhaltung der Gehwege von 30.000 Euro auf 50.000 Euro erhöht. Mehrfach wurden vom Gremium die Unebenheiten auf den Gehsteigen angesprochen. Der Planansatz für den mittelfristigen Ausbau der Straßen wurde von 50.000 Euro auf 85.000 Euro erhöht. Nach Darstellung von Markus Treiber (PD) über den sanierungsbedürftigen Zustand der Tartanbahn auf dem Gelände der Sportfreunde Dobel, wurden 28 000 Euro für deren Renovierung eingestellt.

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Im Rahmen der Haushaltsberatung monierten Teile des Gemeinderates die weiterhin unzufriedene Situation in Gastronomie und Tourismus. „Wir müssen die Augen offen halten“, so Lothar König (PD) hinsichtlich des Funkgrundstückes. „Dieses Grundstück sollte Hotelbetrieben schmackhaft gemacht werden“, fügte er an. Bürgermeister Schaack sieht bei den leerstehenden Gebäuden Handlungsbedarf. Über den Tourismus soll extern diskutiert werden.

Autor: Stefan Meister