Dobel -  01.02.2019
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Dobel sammelt für Prachtstück

Dobel. „Eigentlich ist die Idee ganz spontan entstanden“, erklärt Heiko Schumacher, der im Januar 2018 für die Sparkasse Pforzheim/Calw die Leitung der Geschäftsstelle Dobel übernommen hat. Durch ein Gespräch auf dem Neujahrsempfang Dobel brachte Elfriede Grambart, Inhaberin der Hotel Pension Heidi auf dem Dobel die „Idee ins Rollen.“

Reich verziert und ausgeschmückt: Der Nachdruck des Herrenalber Gebetbuchs. Die originale Handschrift stammt aus dem Mittelalter.
Reich verziert und ausgeschmückt: Der Nachdruck des Herrenalber Gebetbuchs. Die originale Handschrift stammt aus dem Mittelalter.

Thema der Aktion: Das Herrenalber Gebetbuch. Zum Erwerb der wertvollen Replika wird seit Jahresende 2018 mit einer Ausstellung in der Sparkasse in Bad Herrenalb um Spenden geworben.

Das zunächst als Leihgabe aus Spanien zu Verfügung gestellte Herrenalber Gebetbuch ist dort hinter Glas präsentiert und soll nun auch zum Anfassen auf dem Dobel gezeigt werden. In Spanien, genauer gesagt in Madrid, wurde die einst im Zisterzienserkloster von Herrenalb entstandene Handschrift zu neuem Leben erweckt. Mit umfangreichen technischen und handwerklichen Arbeiten hat sich der Verlag Millennium Liber für eine originalgetreue Wiedergabe des Originals als Faksimile eingesetzt. Um den Geist und die Anmutung der mittelalterlichen Handschrift zu erfassen, wurden alle sichtbaren Charakteristika des Originals wie Farben, Gold, Silber, Altersspuren oder Unregelmäßigkeiten perfekt gestaltet. Um das eines der wertvollen Exemplare als neue Attraktion für das Ziegelmuseum in Bad Herrenalb zu erwerben, sammeln die Bürger von Herrenalb fleißig.

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Da Dobel als Lebensgebiet 1442 an das Kloster Herrenalb fiel zeigt auch die Sonneninsel reges Interesse an dem Gebetbuch, das im Original im Jahr 1484 entstanden ist. Um das Gebetbuch einmal selbst in Händen zu halten, hatte Elfriede Grambart die Idee, das kostbare Faksimile auf den Dobel zu bringen. Ganz spontan gab es Befürworter der Aktion. Neben Bürgermeister Christoph Schaack und dem Landtagsabgeordneten Thomas Blenke konnte Elfriede Grambart auch Kim-Laura Henning, Privatkundenberaterin der Sparkassenfiliale auf dem Dobel sowie Heiko Schumacher davon überzeugen, dass das historisch wertvolle Dokument nicht nur Dobler Bürger, sondern darüber hinaus viele Besucher ansprechen wird. Daher wird von kommendem Montag bis 22. Februar das Herrenalber Gebetbuch in der Dobler Schalterhalle ausgestellt.

Für den Erwerb des Gebetbuches werden 5000 Euro an Spenden benötigt. Bislang sind bereits über sechzig Prozent an Spenden eingegangen.

Das Spendenkonto lautet: Museum Bad Herrenalb, Sparkasse Pforzheim Calw, IBAN DE83 6665 0085 0004 7776 03, Stichwort „Herrenalber Gebetbuch“ und Anschrift des Spenders.

Autor: Sabine Zoller