Dobel -  07.02.2019
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp
Anzeige

Er kennt alle Ausreden: Unterwegs mit dem Knöllchen-Mann

Dobel. Während sich die Langläufer durch die Loipen kämpfen und die Kinder sich ausgiebig beim Schlittenfahren vergnügen, arbeitet Harald Borvitz. Borvitz ist seit März vergangenen Jahres – auf 450-Euro- Basis – als Gemeindevollzugsbediensteter auf dem Dobel tätig.

Der Gemeindevollzugsbedienstete Harald Borvitz am Parkautomaten beim Kurhaus in Dobel. Foto: Meister
Der Gemeindevollzugsbedienstete Harald Borvitz am Parkautomaten beim Kurhaus in Dobel. Foto: Meister

Samstag, 13 Uhr. Borvitz blickt nach links an die Bushaltestelle. Er deutet auf das dort stehende Auto, das sich aber sofort in Bewegung setzt. Nur wenige Augenblicke später greift er zu seinem mobilen Gerät und notiert sich das Kennzeichen. „Das Fahrzeug ist eindeutig falsch geparkt“, erläutert Borvitz. „Das geht alles digital. Wir haben nicht mehr wie früher Block und Stift dabei“, lächelt er. Sicherheitshalber macht er noch ein Bild, das mögliche Einsprüche enthärtet.

Am Parkplatz am Kurhaus kommen Fragen auf, was zu tun ist, wenn der Automat nicht funktioniert. „Nutzen sie die Parkscheibe“, antwortet er freundlich. Den umherstehenden Personen ist die Anwesenheit des Gemeindevollzugsbediensteten sichtlich anzumerken. Von Bürgermeister Christoph Schaack wird Borvitz als ein „Beamter“ charakterisiert, der die rechtlichen Voraussetzungen genau kennt. „Wir sind sehr zufrieden mit der Arbeit von ihm“, so Schaack. Auch wenn die Arbeit kein Zuckerschlecken ist, so ist dem Kontrolleur anzumerken, dass er sich in seiner Rolle wohlfühlt. Seit über 30 Jahren ist er im Freiwilligen Polizeivollzugsdienst des Landes tätig und arbeitet seit 2007 in Vollzeit im Gemeindevollzugsdienst in Karlsbad.

Anzeige

Borvitz beschreibt, dass er in einigen Situationen einen Ermessensspielraum hat. Demnach gibt es viele Situationen, die sich von selbst erledigen. „Für Falschparker in Feuerwehrausfahrten oder auf Behindertenparkplätzen habe ich kein Verständnis“, gibt er deutlich zu verstehen. Am Ende des Tages teilt Borvitz mit, dass er 91 Verwarnungen verteilt hat.

Mehr lesen Sie am 8. Februar in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Autor: Stefan Meister