Karlsbad -  07.02.2019
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Kein großer Schnitt: Minimalinvasive OP-Verfahren schonen Patienten

Der Einsatz eines künstlichen Gelenks ist für viele Menschen mit Gelenkerkrankungen nach Ausschöpfen aller konservativen Behandlungsmethoden oft die letzte Möglichkeit, Lebensqualität und Mobilität zurückzugewinnen.

Heute setzen Ärzte die künstlichen Gelenke über möglichst kleine Zugänge ein, um die Belastungen für den Körper zu mindern. Lange, große Schnitte sind nur noch selten notwendig. Für wen diese OP-Verfahren infrage kommen, darüber informiert der kommende Gesundheitstreff am 14. Februar um 19 Uhr am SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach.

Für Menschen mit fortgeschrittenen Gelenkerkrankungen sind alltägliche Dinge wie die Schnürsenkel binden, in der Hocke arbeiten oder die Treppe in den Keller meist eine schmerzhafte Herausforderung. Auch für sportliche Freizeitbeschäftigungen bedeuten Gelenkbeschwerden schnell das Aus. Sind alle konservativen Maßnahmen wie beispielsweise Physiotherapie oder Medikamente ausgeschöpft, kommen operative Therapieansätze in Betracht.

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In der Vergangenheit war der Einsatz eines künstlichen Gelenks mit einer langen Rehabilitationsphase verbunden. Bis zu 30 Zentimeter lange Schnitte waren früher notwendig, um Muskelgewebe abzulösen und Platz für den Einsatz der Gelenke zu schaffen. Dies hatte eine hohe körperliche Belastung zur Folge.

Heute wenden erfahrene Operateure minimalinvasive Verfahren an, wann immer es möglich ist. Dabei drücken sie die Muskeln mithilfe spezieller Instrumente und Techniken zur Seite. So bleibt die Muskulatur weitgehend unbeschädigt, höherer Blutverlust wird vermieden und die Patienten kommen schneller wieder auf die Beine, um mit der Rehabilitation zu beginnen.

Infoabend am EndoProthetikZentrum in Karlsbad-Langensteinbach

Es gibt mehrere minimalinvasive Verfahren, die sich vor allem durch die verwendeten Prothesen und den Zugangsweg des Operateurs durch das Gewebe unterscheiden. Nicht für jeden Patienten sind minimalinvasive Techniken geeignet. Vorerkrankungen, Körperbau und Alter sind wichtige Kriterien.

Bei der Entscheidungsfindung für die Art des Eingriffs und der Suche nach einem erfahrenen Operateur sind neben Vertrauen vor allem die Spezialisierung, Kompetenz und Erfahrung einer Institution ausschlaggebend. Die Steigerung der Behandlungsqualität und Patientensicherheit für den Bereich der Endoprothetik hat sich die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) zur Aufgabe gemacht. Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft für Endoprothetik (AE) und dem Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) entwickelte die Gesellschaft das EndoCert-Verfahren, das weltweit erste Zertifizierungssystem in der Endoprothetik.

Im Juni 2018 wurde die orthopädische Abteilung des SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach erfolgreich als EndoProthetikZentrum rezertifiziert. Damit ist das Krankenhaus eines von nur zwei EndoProthetikZentren im Landkreis Karlsruhe, welches das EndoCert-Siegel besitzen.

Zum Thema Minimalinvasive Endoprothetik informiert Christian Neuhäuser, Chefarzt der Orthopädie und Endoprothetik am SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach am 14. Februar um 19 Uhr beim Gesundheitstreff, dem monatlichen Infoabend am SRH Klinikum. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Weg zum Vortragsraum ist ausgeschildert.

Christian Neuhäuser (Foto: SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach)

Autor: pm