Karlsbad -  06.02.2019
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Mehr Sicherheit muss her: Neues Konzept für Ittersbacher Fasnetumzug erarbeitet

Karlsbad-Ittersbach. „Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen hätten wir uns vor zehn oder gar zwanzig Jahren nicht vorstellen können“, sagte Hubert Sulzmann. Er gehört zu den Gründungsvätern, die vor 35 Jahren die Narrenzunft Ittersbach aus der Taufe gehobenen haben, und hat während seiner aktiven Zeit den Karlsbader Ortsteil zu einer der Hochburgen der schwäbisch-alemannischen Fasenacht gemacht.

Der Zunftrat der Narrenzunft Ittersbach hat mit Gemeinde, Polizei und Landratsamt ein Sicherheitskonzept für den Umzug am 24. Februar erarbeitet. Die Zunftratsmitglieder bei der Arbeit (von links): Daniele Antonicelli, Celine Joachimsthaler, Manuel Ochs, Alexander Hamberger, Heiko Kern und Markus Hamberger. Foto: Weber
Der Zunftrat der Narrenzunft Ittersbach hat mit Gemeinde, Polizei und Landratsamt ein Sicherheitskonzept für den Umzug am 24. Februar erarbeitet. Die Zunftratsmitglieder bei der Arbeit (von links): Daniele Antonicelli, Celine Joachimsthaler, Manuel Ochs, Alexander Hamberger, Heiko Kern und Markus Hamberger. Foto: Weber

Jetzt sah sich der amtierende Zunftrat gefordert, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, der Polizei, dem Landratsamt, dem Jugendschutz, der Feuerwehr und dem DRK, für den Umzug am Sonntag, 24. Februar, ab 14 Uhr mit rund 80 Gruppen und voraussichtlich mehr als 15.000 Besucher, ein umfangreiches Sicherheitskonzept zu erstellen.

Ziel ist es, noch mehr für die Sicherheit der beteiligten Akteure, der Zuschauer und der Anliegerbereiche zu tun. Insbesondere geht es um die Eindämmung des Alkoholgenusses, gerade durch mitgebrachte Alkoholika. Im vergangenen Jahr querten zahlreiche, stark alkoholisierte Minderjährige ständig die Umzugstrasse. Nach Alkoholexzessen waren schließlich die DRK-Bereitschaften enorm gefordert. „Alle an dem Sicherheitskonzept Beteiligten waren sich einige, dass es jetzt gilt, mit einschneidenden Maßnahmen gegenzusteuern“, so Jürgen Augenstein, stellvertretender Hauptamtsleiter in Karlsbad.

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Einige Neuheiten beschlossen

Der Maßnahmenkatalog beinhaltet unter anderem diese Punkte:

Die Albtalbahn S 11 aus Richtung Ettlingen fährt ab elf Uhr nur noch bis zur Haltestelle Industriegebiet. Von dort gilt es zu Fuß über etwa 1,5 Kilometer in den Ort zu kommen. Die Rückfahrtmöglichkeiten mit den Zügen ab der Endschleife oder ab dem Bahnhof Ittersbach sind gegeben.

Sämtliche Zufahrten nach Ittersbach sind ab 11 Uhr gesperrt. Fahrzeuge können im Industriegebiet Stöckmädle geparkt werden.

Eine Polizeiordnung für den den 24. Februar hat die Gemeinde erlassen, wonach es zwischen 11 und 20 Uhr untersagt ist, Alkohol in den Ort von außen mitzubringen. Innerörtlich dürfen Gastronomie, Geschäfte, Vereine oder auch beteiligte Umzugsgruppen nur Bier, Wein oder Sekt anbieten. Zuwiderhandlungen werden mit einem Bußgeld geahndet.

An den Zugängen zum Ort gibt es Sperr- und Kontrollstellen, an denen die Einhaltung der Regelungen überprüft wird. Dort wird auch der Eintritt von zwei Euro pro erwachsene Person kassiert. Zu der aufgestockten Anzahl der Security-Dienste kommen verstärkt Polizeikräfte. Der Landkreis ist mit drei Jugendschutzteams vor Ort.

Mehr lesen Sie am Donnerstag, 7. Februar, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Autor: Gustl Weber