2025 gab es deutlich mehr Einsätze: Eisinger Feuerwehr hat viel zu tun
Eisingen. Es war ein warmer Tag Mitte Juli, als ein Elektroauto von der Straße abkam, mehrere Bäume mitnahm und nach einem Überschlag auf einem Feld auf dem Dach liegen blieb. Mit Unterstützung benachbarter Wehren waren die Eisinger Floriansjünger damals stundenlang damit beschäftigt, die Flammen zu löschen, die insbesondere wegen der verbauten Akkus immer wieder aufzulodern drohten.
44 Einsätze für Wehr
Große Beachtung fand der Einsatz vor allem deshalb, weil es bundesweit einer der ersten seiner Art war. Doch für die Eisinger Feuerwehr gab es im vergangenen Jahr noch deutlich mehr zu tun. 44 Mal mussten die Kameraden ausrücken, deutlich öfter als in den beiden Vorjahren. Das erste Mal übrigens direkt am Neujahrstag, an dem eine Hecke an einem Gebäude brannte. Die Statistik zeigt für 2025 insgesamt 14 Brände, 21 Hilfeleistungen, fünf Unwetter- und zwei Gefahrstoffeinsätze. Unterm Strich haben die Eisinger Feuerwehrkameraden 874 Einsatzstunden geleistet: ehrenamtlich, in ihrer Freizeit und zum Wohl der Allgemeinheit. Acht Menschen konnten sie dabei das Leben retten.
„Was hier geleistet wird, ist alles andere als selbstverständlich“,
betont Bürgermeister Sascha-Felipe Hottinger.
Bei der Hauptversammlung lobt er die gute Kameradschaft, verbunden mit einem Dank der Gemeinde, des Gemeinderats und der Bevölkerung. Hottinger attestiert den Eisinger Kameraden, nicht nur für Sicherheit zu sorgen, sondern auch Vertrauen zu schaffen. Aktuell gehören 40 Kameraden zur Einsatzabteilung, darunter zehn Frauen.
Kommandant Daniel Dunkel blickt bei der Hauptversammlung auf ein spannendes und arbeitsintensives Jahr zurück, das einige Neuerungen bereithielt. Etwa die Umstellung auf Digitalfunk, die im gesamten Enzkreis abgeschlossen wurde. Im kommenden Jahr soll die Eisinger Wehr ein neues Fahrzeug erhalten: einen Gerätewagen für Logistik und Katastrophenschutz, den man zusammen mit dem Landkreis Schwäbisch-Hall beschafft. Für Fahrgestell und Aufbau sind bereits Angebote eingegangen, für die Beladung noch nicht: Sie soll laut Dunkel im Frühjahr erneut ausgeschrieben werden. Am Maifeiertag wird die Feuerwehr wieder ihr großes Waldfest im Gengenbachtal auf die Beine stellen. Voriges Jahr hatte sie erstmals zusätzlich ein Sommerfest organisiert. Dunkel könnte sich vorstellen, die Veranstaltung „mit ein paar wenigen Anpassungen“ künftig alle zwei Jahre auszurichten, immer im Wechsel mit dem Kelterfest.
Auch sonst war die Feuerwehr 2025 abseits des Einsatz- und Übungsbetriebs äußerst aktiv, etwa bei einem dreitägigen Ausflug und einer Aktion, bei der sie unter dem Titel „Red Beast Pull“ bei den Kameraden in Niefern-Öschelbronn ein Fahrzeug mit purer Muskelkraft zog. Einen Podiumsplatz konnte man laut Dunkel zwar nicht erreichen. „Aber Spaß hat es trotzdem gemacht.“ Aufs Podium geschafft hat es die Jugendfeuerwehr, genauer gesagt deren Staffel, die beim Pokalwettkampf im Sommer den ersten Platz holte. Aktuell gehören ihr 18 Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 17 Jahren an. Lob für die Jugendarbeit kommt auch von Kreisbrandmeister Carsten Sorg, der bei der Hauptversammlung zwei Kameraden auszeichnet: Für 15 Jahre aktiven Dienst erhält der stellvertretende Kommandant Markus Haußer das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Bronze. In Silber verleiht es Sorg für 25 Jahre an Brandmeister Jan Haas.
