Eisingen -  02.11.2018
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„Gemeinsam für Eisingen“ mit ehrgeizigen Zielen

Eisingen. Die Bürger, die den Verein mit dem Namen „Gemeinsam für Eisingen“ gegründet haben, wollen das Zusammenleben in ihrer Heimatgemeinde aktiv mitgestalten und kommunalpolitisch bunter machen. Aktuell bilden die Freien Wähler mit acht und die CDU mit sechs Sitzen den Gemeinderat der 4560-Einwohner-Gemeinde.

Ihre Heimat in Eisingen mitgestalten wollen Stephanie Nonnenmann-Schickle (von links), Michael Oesterle, Katharina Keller, Ulrich Metzger, Ulrike Metzger, Claus Höfflin und Frank Nonnenmann. Foto: Zachmann
Ihre Heimat in Eisingen mitgestalten wollen Stephanie Nonnenmann-Schickle (von links), Michael Oesterle, Katharina Keller, Ulrich Metzger, Ulrike Metzger, Claus Höfflin und Frank Nonnenmann. Foto: Zachmann

Sieben Gründungsmitglieder haben die neue Satzung am 22. Oktober unterzeichnet: Vorsitzender Ulrich Metzger, die Stellvertreter Michael Oesterle und Claus Höfflin, dazu Katharina Keller (Kassier), Stephanie Nonnenmann-Schickle (Pressewart), Ulrike Metzger und Frank Nonnenmann. „Gemeinsam für Eisingen“ (GfE) versteht sich als parteipolitisch ungebundene Vereinigung, die sich unter anderem für kulturelle und ökologische Belange zur Steigerung der Lebensqualität einsetzen will – als Plattform für engagierte Bürger.

„Wir wollen neuen Wind in den Gemeinderat bringen – und zwar parteilos für all diejenigen, die sich in keiner anderen Partei zu Hause fühlen“, bringt es der 54-Jährige Ulrich Metzger, zugleich Vorsitzender des Tennis- und Tischtennisclubs, auf den Punkt. Stellvertreter Michael Oesterle ist bereits aktiver CDU-Gemeinderat, will aber spätestens bei den Kommunalwahlen im Mai nicht mehr für die Partei kandidieren, betont aber: „Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Fraktionskollegen, doch bundespolitisch bekommt man mehr Gegenwind als Rückenwind zu spüren. Deshalb fühle ich mich parteilos besser aufgehoben.“

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Im Falle eines erfolgreichen Einzugs in den Gemeinderat sollen die Mehrheitsverhältnisse nun wieder spannender und Entscheidungen demokratischer werden. Dass es für sie keinen Fraktionszwang geben wird, ist den Mitgliedern jetzt schon klar – und auch bundespolitische Tendenzen sollen sie nicht beeinflussen Ulrike Metzger ist wichtig: „Es geht ums Prinzip, wie etwas entschieden wird“, sagt die 55-Jährige und denkt nicht nur an zwei Eisinger Bürgerbegehren. „Wenn man die Menschen mehr beteiligt, stehen sie später auch hinter den Entscheidungen.“

Ganz praktisch könnte sich Stephanie Schickle mehr Raum für Begegnungen vorstellen – etwa durch ein Mehrgenerationenhaus, Kulturveranstaltungen in der Kelter, weitere interessante Gastronomie, die Gässlesgärten als grüne Lunge. Fürs ökologische Gewissen steht Claus Höfflin: Der 56-Jährige Gärtnermeister und frühere Jugendzentrumsleiter sorgt seit Jahren für den Erhalt von Streuobstwiesen und tritt ein gegen Flächenverbrauch.

Der neue Verein will sich am 9. Dezember am Eisinger Weihnachtsmarkt beteiligen. Neben dem persönlichen Kontakt ist die Mail-Adresse gemeinsamfuereisingen@web.de eingerichtet.

Autor: Julian Zachmann