Eisingen -  24.09.2026
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Kinder und Senioren unter einem Dach in Eisingen: Alte Sporthalle soll doppelt genutzt werden

Eisingen. Die Gemeinde Eisingen verfolge seit längerem das Ziel, die Alte Sporthalle anders zu gebrauchen. Nachdem diese in der Vergangenheit mehrfach zwischengenutzt wurde, so beispielsweise 2015/16 als Notunterkunft für Asylbewerber, sollen künftig Schulkinder und Senioren dort unter einem Dach vereint werden.

Bürgermeister Sascha-Felipe Hottinger vor der Alten Sporthalle und derBergäckerhalle vergangenen Herbst.
Bürgermeister Sascha-Felipe Hottinger vor der Alten Sporthalle und derBergäckerhalle vergangenen Herbst. Foto: Marx

So seien im Erdgeschoss Räumlichkeiten für die Kinder vorgesehen. Im Zuge für jene Umbaumaßnahme soll durch den Einbau einer Massivholzdecke in die bestehende Halle erstmals ein nutzbares erstes Obergeschoss entstehen, das nun für 25 Senioren genutzt werden könnte.

Doppelte Nutzung

In Eisingen besteht zwar seit 2002 eine privat geführte Senioren-Tagespflege, welche nach Kenntnisstand der Gemeindeverwaltung voll ausgelastet sei und ein wichtiger Bestandteil der örtlichen Daseinsfürsorge darstelle. „Doch die bestehende Einrichtung befindet sich derzeit vor zwei größeren Herausforderungen“, so Bürgermeister Sascha-Felipe Hottinger, der auf zu erwartende altersbedingte Änderungen in der Trägerschaft verwies. Auch könne ein Fortbestehen der Einrichtung in den aktuell genutzten Räumlichkeiten nicht zuverlässig gesichert werden. Dies sei der Grund, weshalb die im Zuge des Umbaus der Alten Sporthalle neu entstehende, bislang nur als Ausbaureserve vorgesehene Fläche im ersten Obergeschoss nun potenziell für eine Senioren-Tagespflege eingeplant werde.

Dies sah Gemeinderat Reinhard Hauser kritisch: „Kinder, die von der Schule kommen und sich austoben, passen nicht zu Senioren, die Ruhe brauchen“, unterstrich der CDU-Gemeinderat. Auch das Argument, dass Senioren und Kinder voneinander profitieren könnten, hielt Hauser in der Altersgruppe der Grundschüler nicht für stichhaltig. „Das ist bei jüngeren Kindern im Kindergartenalter der Fall“, betonte er.

Keine Alternative

„Wir haben keine Alternative. Im schlimmsten Fall könnte das Seniorenangebot komplett entfallen“, verdeutlichte Hottinger. Bei der Eindämmung von Schall und Lärm baut die Gemeinde auf einen speziellen Estrich, auf den Vorschlag, des planenden Architekten. Auch soll der Zugang barrierefrei sein. Ebenso hofft Eisingen für das Projekt, das bei zwei Gegenstimmen auf die Mehrheit im Gemeinderat stieß, auf Fördermittel von bis zu 450.000 Euro.

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