Engelsbrand
Engelsbrand -  16.09.2020
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Pläne zur Windkraft in Neuenbürg und Engelsbrand - wie geht es nun weiter?

Neuenbürg/Engelsbrand. Erst passiert seit 2013 nicht, dann soll alles in einem Jahr durchgepeitscht werden und am Ende reicht die Zeit nicht: Neuenbürg und Engelsbrand hinken mit der Aufstellung des Teilflächennutzungsplans Windenergie hinterher. Der müsste bis Mitte Oktober stehen. Das ist die Frist des Landratsamts Enzkreis, das im vergangenen Jahr die Entscheidung über den Antrag des Unternehmens BayWa r.e., zwischen Langenbrand und Waldrennach fünf Windräder zu errichten, zurückgestellt hat.

Foto: Meyer
Foto: Meyer

Grund waren die laufenden Planungen in den Gemeinden, doch die sind noch immer nicht abgeschlossen. Deshalb soll der Gemeinderat Engelsbrand am Mittwochabend, das Gremium in Neuenbürg kommenden Dienstag darüber entscheiden, ob sie eine weitere Zurückstellung um bis zu einem Jahr beantragen. Zum Beschluss liegen auch eine Zurückstellung und das Versagen des gemeindlichen Einvernehmens für das Windprojekt der Firma juwi vor, die zwei Anlagen am Engelsbrander Sauberg bauen will. Der Entwurf des Teilflächennutzungsplans sieht keine Konzentrationsfläche für Windenergie in diesem Bereich vor.

"Wir benötigen mehr Zeit"

Dass bei einer Beteiligung der Öffentlichkeit bis Ende September die Frist Mitte Oktober schwer zu halten ist, war beim Beschluss zur Offenlage Ende Juli angedeutet worden. „Je nachdem wie umfangreich die Stellungnahmen sind, benötigen wir mehr Zeit“, sagt Denis Kraft vom Neuenbürger Stadtbauamt. Ziel sei, bis Ende 2020 einen genehmigten Plan zu haben. Da man wegen neuer Rechtslagen bei der Windkraft die alten Pläne von 2013 neu aufrollen habe müssen, sieht Kraft einen Grund für einen Aufschub. Hinzu kamen die Corona-Kontaktbeschränkungen, die die Planungen innerhalb eines Jahres erschwert hätten. Wie die Chancen auf die Zurückstellungen stehen, kann Landratsamts-Pressesprecher Jürgen Hörstmann nicht sagen: „Unsere Experten werden die Anträge genau prüfen, wenn sie bei uns eingehen.“

Autor: lin