Friolzheim
Friolzheim -  25.11.2021
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Bauen im Gartenhausgebiet, Falschparker und andere Sorgen: Aus dem Ratssaal Friolzheim

Friolzheim. Der Gemeinderat Friolzheim sich mit Baufragen befasst, den Bericht der Citystreife angehört undf Weichenstellungen etwa zur Kläranlage vorgenommen.

Team einer Citystreife auf dem Rundgang durch eine Enzkreiskommune. Auch in Friolzheim achtet eine Streife auf Ordnungsverstöße. Dem Gemeinderat wurde ihre Arbeitsbilanz 2020 vorgestellt. Archivfoto: Simon Knittel Solomon Fotografy
Team einer Citystreife auf dem Rundgang durch eine Enzkreiskommune. Auch in Friolzheim achtet eine Streife auf Ordnungsverstöße. Dem Gemeinderat wurde ihre Arbeitsbilanz 2020 vorgestellt. Archivfoto: Simon Knittel Solomon Fotografy

Ameiser Grund: Für das Gartenhausgebiet Ameiser Grund soll der Bebauungsplan geändert werden. Bereits vor drei Jahren war die Gemeinde in Kontakt mit dem Landratsamt, als es um einen größeren Anbau an ein bestehendes Gartenhaus ging, dem eine Begehung folgte. Inzwischen liegt ein Schreiben des Landratsamtes vor, das verschiedene Punkte für eine mögliche Neufassung der textlichen Vorschriften auflistet. Die Verwaltung sah den Bedarf der Neuordnung, da weitere Bauten nicht vom derzeitigen Bebauungsplan abgedeckt sind. Im nächsten Schritt soll ein Städteplanungsbüro eingeschaltet werden, das einen Änderungsentwurf erstellen soll.

Citystreife: Die Citystreife hat 2020 eine Reihe von Falschparkern gemeldet. Laut Bericht sind 17 Parkverstöße bei 99 Fahrten zwischen Januar und September aufgefallen. Dazu gehörten neben Verstößen im Straßenraum auch parkende Autos im Naturschutzgebiet. Außerdem haben die Mitarbeiter 13 Mal Personalien kontrolliert, sieben Mal offene Türen oder Fenster an öffentlichen Gebäuden festgestellt und drei Mal zurückgelassenen Müll verzeichnet.

Jugendpflege: „Die Arbeit, die ich eigentlich machen würde, kann ich gerade nicht machen“, so Jugendpfleger Roland Marquart angesichts der Corona-Situation. „Es war schwierig, den Jugendlichen zu erklären, dass Maskenpflicht ist“, berichtete er aus dem Jugendhaus. Auffällig sei, dass weniger Jugendliche vorbeikommen und vor allem die Älteren wegbleiben. „Viele Jugendlichen ziehen sich zurück und bleiben zuhause“, sagte er. „Die Jugendlichen haben sich verändert“ berichtete er über seine Erfahrung. Er stellte fest, dass Aktivitäten im Freien inzwischen weniger attraktiv seien. „Die heutigen Jugendlichen bekommen eine Krise, wenn sie einen Fleck auf ihren weißen Sneakern haben“, sagte Marquart. Auch der Zusammenhalt und die Gemeinschaft seien nicht mehr so wie früher. Eine plausible Erklärung dafür konnte er nicht anführen.

Kläranlage: Der Gemeinderat hat mehrheitlich die Arbeiten zur Optimierung der Phosphoreliminierung an der Kläranlage vergeben. Dafür nimmt die Gemeinde rund 135.000 Euro für Baumaßnahmen und knapp 46.000 Euro für Maschinentechnik in die Hand. Auch der Brauchwasserversorgung über den Raubrunnen wurde zugestimmt. Dafür werden Kosten von rund 88.000 Euro erwartet. Eine Regenwasseranbindung wurde aufgrund der aufwendigen Reinigung von Dachwasser verworfen.

Ortskernsanierung: „Die Sanierung Ortskern II hat sich still und leise gemausert und positiv entwickelt“, so Norbert Neuser von der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung (KE). Die ursprüngliche Sanierungssatzung stammt aus dem Jahr 2013. Der Förderrahmen belief sich zuletzt auf drei Millionen Euro. Finanzhilfe in Höhe von 1,8 Millionen Euro stand bereit, wovon rund 1,3 Millionen Euro ausbezahlt wurden. Neben Privatmaßnahmen gehören die Modernisierung des Rathauses sowie der Neubau des Mehrzweckgebäudes zu den umgesetzten Projekten. Der Gemeinderat votierte einstimmig für eine Verlängerung um zwei Jahre sowie für den Aufstockungsantrag, der den Förderrahmen auf insgesamt 3,7 Millionen Euro anhebt und die Finanzhilfe um rund 432.000 Euro erhöht. Ziel ist, die Neugestaltung des Marktplatzes anzugehen. Für die Platzgestaltung soll zeitnah ein Wettbewerbsverfahren folgen.

Autor: ck