Friolzheim
Nordschwarzwald -  23.07.2020
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Brot- und Brötchenprüfung der Bäckerinnung in Friolzheim – Coronabedingt ohne Publikum

Friolzheim. Südlich des Brezel-Äquators zu sein, ist für Michael Isensee die pure Freude. Im Norden der Republik könnten sie halt eher saftiges Roggenvollkornbrot backen, meint der Sachverständige vom Deutschen Brotinstitut. In den südlichen Bundesländern schmecke dagegen das geschlungene Laugengebäck besonders gut.

Expertise mit Erfahrung und Humor: Michael Isensee, Sachverständiger vom Deutschen Brotinstitut (links) und Manfred Förster, Ehrenobermeister der Bäckerinnung Region Nordschwarzwald bei der Brot- und Brötchenprüfung in Friolzheim. Foto: Schmid
Expertise mit Erfahrung und Humor: Michael Isensee, Sachverständiger vom Deutschen Brotinstitut (links) und Manfred Förster, Ehrenobermeister der Bäckerinnung Region Nordschwarzwald bei der Brot- und Brötchenprüfung in Friolzheim. Foto: Schmid

Die Bäckerinnung Region Nordschwarzwald führt in der Bäckerei Jäkle in Friolzheim zur Zeit die alljährliche Brot- und Brötchenprüfung durch – und aufgrund der Corona-Pandemie erstmals in ihrer Geschichte nicht öffentlich im Pforzheimer Volksbankhaus. „Das bedauern wir sehr, weil uns die Transparenz der Prüfung und der unmittelbare Kontakt zu unseren Kunden sehr wichtig ist“, betonen Obermeister Martin Reinhardt und Geschäftsführer Frank Sautter in der Einladung an die Presse. Trotzdem habe man sich entschlossen, die freiwillige Selbstkontrolle durchzuführen – nur eben im kleinen Rahmen.

Also testet sich Isensee durch über 100 verschiedene Brote, Brötchen und Brezeln. Unterstützt wird er vom Ehrenobermeister der hiesigen Bäckerinnung, Manfred Förster. Die Ergebnisse gehen den Betrieben zu und sind laut Isensee ab Freitag auch öffentlich auf www.brotinstitut.de einzusehen. Getestet wird auf Form und Aussehen, Oberfläche und Kruste, Krumenbild, Struktur und Elastizität, Geruch und Aroma. Aber es geht eben nicht nur um die Laibe aus Weizen, Dinkel oder Roggen. Sondern auch um die Brezel. Klar gibt es das beliebte Gebäck mittlerweile auch auf Sylt, weiß Isensee. Aber so knusprig, samtig glänzend und mit nicht zuviel Salz bestreut schmeckt das Backwerk im Süden der Republik eben besonders gut. „Eine Brezel hat mich schier vom Hocker gehauen, das können die hier unten halt einfach backen“, schwärmt der Tester, bevor er seine Nase ins nächste Weizenbrot drückt.

Mehr lesen Sie am Freitag, 24. Juli, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Autor: nad