Heimsheim
Heimsheim -  13.01.2022
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

Bücher stapelweise registrieren: Bibliothek in Heimsheim führt neues System ein

Heimsheim. Neue Wege – gerade auch in der Pandemie – geht die Stadtbibliothek Heimsheim beim Ausleihen und Verlängern ihrer rund 30.000 Medien. Denn durch eine Funkwellentechnologie können Bücher und andere Medien mit Hilfe eines Selbstverbuchungsautomaten stapelweise registriert werden, und nicht, wie bisher, durch einzelnes mühsames Einlesen der Barcodes. Obendrein sind die Medien durch ein Sicherheitsportal, das sich ebenfalls im Eingangsbereich der Bücherei in der Zehntscheune befindet, gegen Diebstahl gesichert.

In der Heimsheimer Bibliothek können Bücher und andere Medien künftig mit Hilfe eines Selbstverbuchungsautomaten stapelweise registriert werden. StockPhotoPro/stock.adobe.com (Symbolbild)
In der Heimsheimer Bibliothek können Bücher und andere Medien künftig mit Hilfe eines Selbstverbuchungsautomaten stapelweise registriert werden. StockPhotoPro/stock.adobe.com (Symbolbild)

"Die Technologie ist toll und kundenfreundlich", freut sich die Leiterin der Heimsheimer Stadtbibliothek Tina Kühnle-Häcker. Auch Bürgermeister Jürgen Troll ist vom System und vom neuen Selbstverbucher begeistert, den er bereits ausprobierte und gerne nutzt. Denn am Automaten können selbstständig Medien ausgeliehen, verlängert, Konten eingesehen und auch Gebühren bezahlt werden.

"Natürlich dürfen die Besucher auch weiterhin an die Theke kommen, um Medien auszuleihen und sich beraten zu lassen", betont Kühnle-Häcker. Doch durch die Umstellung auf die sogenannte "RFID-Verbuchung" könnten viele Geschäftsgänge effizienter gestaltet und bei Stoßzeiten Warteschlangen an der Theke verhindert werden. "Natürlich wird das Bibliothekspersonal nicht wegrationalisiert. Durch den Automaten bleibt sogar mehr Zeit für die individuelle Beratung und für den Ausbau anderer Angebote", unterstreicht die Bibliothekarin.

Ermöglicht wurde das gesamte Vorhaben durch Fördergelder aus dem Projekt "WissensWandel", das zu "Neustart Kultur" gehört. Mit dem Förderprogramm "WissensWandel", ein Digitalprogramm für Bibliotheken und Archive, unterstützt der Deutsche Bibliotheksverband Bibliotheken und Archive bei ihrer digitalen Weiterentwicklung. Damit sollen unter anderem auch die Folgen der Corona-Pandemie für Bibliotheken und Archive gemildert werden.

Autor: fux