Heimsheim
Enzkreis -  14.01.2022
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CDU bringt großen Wurf für Verkehrsverbund Pforzheim/Enzkreis ins Gespräch: Wie geht es weiter?

Enzkreis/Pforzheim. Die Frage, inwieweit der Verkehrsverbund Pforzheim/Enzkreis (VPE) in seiner jetzigen Form überhaupt noch leistungs- und zukunftsfähig ist, wird im lokalpolitischen Raum schon lange diskutiert. Zuletzt war im Gespräch, den recht kleinen Verbund an die Nachbarn aus Stuttgart (VVS) oder Karlsruhe (KVV) anzugliedern. Das jedoch geht den Christdemokraten aus Pforzheim und dem Enzkreis offenbar nicht weit genug.

So sieht die Verbundlandschaft um die Region mit dem VPE aktuell aus.  Foto: CDU
So sieht die Verbundlandschaft um die Region mit dem VPE aktuell aus. Foto: CDU

Die Fraktionen aus Kreistag und Gemeinderat wollen über einen gemeinsam abgestimmten Antrag dafür sorgen, dass auch weitere mögliche Varianten geprüft werden. Nicht nur eine „kleine Reformlösung“ müsse untersucht werden, sondern auch „ein richtig großer Wurf“, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU-Kreistagsfraktion. Die Union bringt einen „Nordschwarzwald-Rhein-Verbund“ in die Debatte über die künftigen Verbundgrenzen ein. Gemeint ist ein Zusammenschluss zwischen VPE, Tarifgemeinschaft Ortenau (TGO), Verkehrsgemeinschaft Kreis Freudenstadt (vgf) und Kreis Calw (VGC) sowie dem KVV. „Wir wollen die Diskussion um die Verbundreform damit befeuern“, sagt Fraktionsvorsitzender Günter Bächle, der mit dem Fraktionssprecher im Umwelt- und Verkehrsausschuss, Kurt Ebel, den vierseitigen Antrag ausgearbeitet und am Freitag der Öffentlichkeit vorgelegt hat. Die CDU greife damit Überlegungen von Matthias Lieb auf, die der Landesvorsitzende des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) im Herbst dem Verkehrsausschuss des Regionalverbands Nordschwarzwald vorgetragen habe. Der Antrag werde nicht nur von der CDU-Fraktion im Kreistag des getragen, sondern auch von der im Pforzheimer Gemeinderat. Deren Vorsitzende Marianne Engesser kündigte an, einen ähnlichen, auf die Stadt zugeschnittenen Antrag im Rathaus einzubringen.

Führende Mitarbeiter des VPE wechseln laut Union in spätestens zwei Jahren in den Ruhestand. Das erleichtere Veränderungen. Ziel sei die Verdoppelung der Fahrgastzahlen bis 2030 gegenüber den Zahlen vor Ausbruch der Pandemie. Wichtige Entscheidungen stünden an: über den Enzkreis-Takt, eine Machbarkeitsstudie für die von der CDU beantragte Stadtbahn westlicher Enzkreis/Pforzheim/Heckengäu und für die Zabergäubahn.

„Wichtig ist unserer Fraktion, dass bei dieser Bestandsaufnahme möglichst viele Varianten untersucht und die Ergebnisse bis zum geplanten Grundsatzbeschluss des Kreistags zur künftigen Verbundstruktur vorgelegt werden“, betonte Ebel. Ergebnisoffen müsse die Diskussion über die neue Struktur der Verkehrsverbünde zwischen Karlsruhe und Stuttgart geführt werden. Dabei seien alle Varianten zu prüfen: Fortbestand des Verkehrsverbundes Pforzheim/Enzkreis (VPE) in der jetzigen oder neuen und gestärkten Form genauso wie eine Fusion oder Kooperation mit anderen Verbünden. Entscheidend für Fortschritte, die die Fahrgäste spüren, seien der möglichst vollständige Abbau der Tarifhürden zwischen den Verbünden. Deshalb seien bei den weiteren Beratungen genaue Berechnungen vorzulegen, wie sich mit den Verbundgrenzen die Tarifhürden verschieben oder beseitigt werden.

Autor: pm