Heimsheim
Enzkreis -  24.06.2022
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Hubschrauber-Verlegung: Grünen-Landtagsabgeordnete Stefanie Seemann kontert Kritik der FDP

Enzkreis. Die FDP beklagt in einer Pressemitteilung die Ablehnung der Petition zur Verhinderung der Verlegung des Rettungshubschraubers Christoph 41. Das ist aus Sicht von Stefanie Seemann, Landtagsabgeordnete der Grünen im Enzkreis, kurzsichtig und völlig unverständlich. „Der Wegfall des Hubschrauberstandorts in Leonberg ist eingebettet in eine große Reform der Luftrettung Baden-Württembergs und wird diese verbessern – auch im Enzkreis!“, betont sie und wirft der FDP vor, Ängste zu schüren.

Christoph 41 vor der Luftrettungsstation in Leonberg – der neue Standort wurde vom Gemeinderat in Wannweil abgelehnt. Foto: DRF Luftrettung
Christoph 41 vor der Luftrettungsstation in Leonberg – der neue Standort wurde vom Gemeinderat in Wannweil abgelehnt. Foto: DRF Luftrettung

Die Fraktion der Grünen setze sich für die bestmögliche flächendeckende Versorgung der Bevölkerung in ganz Baden-Württemberg ein, so Seemann. Auch weist sie darauf hin, dass das bei der Uni-Klinik München in Auftrag gegebene Gutachten zur Luftrettung mit Bestandsdaten, also mit „echten“ Daten, erarbeitet worden sei, und nicht mit theoretischen Zahlen wie teilweise dargestellt. Es sei fachlich in keiner Weise zu beanstanden.

Offenkundige Defizite, wie von der FDP dargestellt, gebe es nicht. Auf Basis des Gutachtens und trotz der geplanten Verlegung des Christoph 41 weg von Leonberg, werde speziell der Enzkreis künftig von den Hubschraubern Christoph 51 (Ludwigsburg), Christoph 43 (Karlsruhe) und im Südwesten weiter vom Christoph 41 (dann Tübingen/Reutlingen) innerhalb von 20 Minuten erreicht. Der Kreis profitiere vor allem von der Verlegung des Christoph 43 zurück nach Karlsruhe, aber auch von der Ausweitung des Christoph 51 auf einen 24-Stunden-Betrieb.

Autor: pm