Heimsheim
Enzkreis -  22.11.2021
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Kreisverbände der SPD im Enzkreis und Pforzheim wollen fusionieren

Die beiden SPD-Kreisverbände Pforzheim und Enzkreis streben eine Zusammenlegung an. Diese soll zu Beginn des Jahres 2022 vollzogen werden. Ziel sei, „Kräfte und Ressourcen zu bündeln, um politisch schlagkräftiger“ zu werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Kreisverbände. Beide Vorstände haben sich am Samstag auf getrennten Sitzungen dafür ausgesprochen.

Symbolfoto: picture alliance/dpa | Wolfgang Kumm
Symbolfoto: picture alliance/dpa | Wolfgang Kumm

Die Treffen fanden hybrid statt. Ein entsprechender Beschluss wurde jeweils mit großer Mehrheit angenommen. Das Votum ist Grundlage für eine Befassung im SPD-Landesvorstand, der den eigentlichen Beschluss trifft. Beide Kreisverbände arbeiten seit vielen Jahren intensiv zusammen.

„Gemeinsam sind wir stärker“, so die stellvertretende Vorsitzende der SPD Pforzheim, Johanna Kirsch und der Vorsitzende der Enzkreis-SPD, Paul Renner: „Wir arbeiten schon viele Jahre sehr gut zusammen. Gerade der Landtagswahl- und Bundestagswahlkampf, sowie die gemeinsame SPD-Akademie haben uns das noch mal gezeigt. Wir handeln zusammen und dem soll jetzt auch die Struktur folgen.“ Auch der gemeinsame Neujahrsempfang, sowie viele weitere gemeinsame Aktivitäten seien seit vielen Jahren selbstverständlich.

Es gebe viele Verflechtungen zwischen dem Stadtkreis Pforzheim und dem Landkreis Enzkreis. Insbesondere könnten kommunale Themen zukünftig noch besser gemeinsam erörtert und koordiniert werden. Die Vernetzung zwischen den kommunalen Mandatsträgern in Städten, Gemeinden, Kreis und Region, aber auch mit Land und Bund, solle unterstützt werden. Die Debatte in den Führungsgremien der Partei sei getragen worden von hoher Wertschätzung und der Einigkeit im Ziel.

SPD-Bundestagsabgeordnete und Fraktionsvizin Katja Mast, die an beiden Sitzungen teilgenommen hatte, sprach von einem durchdachten Vorschlag. „Das kann richtig gut werden. Beide Kreisverbände haben immer wieder gezeigt, wie gut sie zusammenarbeiten können. Sie haben in den letzten Jahren große Herausforderungen zusammen gestemmt. Sie haben mit der SPD Akademie Neues geschaffen und sie haben mich in diesem Wahlkampf getragen. Ich begleite diesen Weg sehr gerne - es gibt schon lange ein Wir-Gefühl“, so Mast.

Ralf Lauer, Initiator der SPD Akademie, sieht „großes Potenzial“ in dem jetzigen Schritt: „Es geht darum, die Partei insgesamt mitzunehmen. Eine super Struktur ist die Voraussetzung für gute Politik. Die SPD Akademie, die beispielsweise junge Menschen für Bürgermeisterwahlen fit machen soll, wird in den dann neuen Kreisverband integriert.“

Autor: pm