Heimsheim
Enzkreis -  16.08.2018
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Mehr als nur abgesenkte Bordsteine und Fahrstühle

Enzkreis. Kreative, praxistaugliche und auch kostengünstige Wege zur barrierefreien Kommune aufzuzeigen, war Ziel einer Informationsveranstaltung des Landratsamtes für die Enzkreis-Gemeinden. Eingeladen hatten Landrat Bastian Rosenau, die neue Behindertenbeauftragte des Kreises, Anne Marie Rouvière-Petruzzi, und Britta Kinzler, Sozialplanerin beim Enzkreis, sowie der Fachbeirat Inklusion Enzkreis/Stadt Pforzheim.

Zahlreiche Bürgermeister waren der Einladung gefolgt und sammelten Anregungen für eigene Projekte zu den vielfältigen Handlungsfeldern im Bereich Barrierefreiheit und Inklusion anhand von vorbildlichen Beispielen aus Illingen, Ispringen und Königsbach-Stein. „Die Liste der Gesetze, die Barrierefreiheit fordern, ist mittlerweile lang. Doch Gesetze und Verordnungen reichen nicht aus, um ein Umdenken zu erreichen“, mahnte Rosenau in seiner Begrüßung. Er ermutigte daher die anwesenden Bürgermeister, sich am Abbau von Barrieren im Alltag zu beteiligen. Eine barrierefreie Umwelt sei eine grundlegende Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Mit Blick auf den demografischen Wandel werde Barrierefreiheit für die Kommunen auch zunehmend zum Standortvorteil, weshalb es sich umso mehr lohne, aktiv zu werden, so Rosenau. Anschließend waren die Teilnehmer von Mitgliedern des Fachbeirates Inklusion eingeladen, sich in die Perspektive Betroffener hineinzuversetzen, indem sie eine Alltagsszene bewältigten.

Oft würden mit dem Begriff der Barrierefreiheit lediglich „abgesenkte Bordsteine“ oder „Fahrstühle“ assoziiert, erklärte Behindertenbeauftragte Anne Marie Rouvière-Petruzzi. Sie machte darauf aufmerksam, dass neben Anlagen, auch Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, akustische sowie visuelle Informationsquellen und vieles mehr einer barrierefreien Gestaltung bedürfen, damit sie für alle Menschen zugänglich seien. enz

Autor: pm