Heimsheim
Enzkreis -  12.04.2021
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Online-Zulassung laut Landratsamt Enzkreis kaum gefragt

Pforzheim/Mühlacker. Nach den bisherigen Erfahrungen bei der Online-Zulassung (i-Kfz) geht die Kreisverwaltung davon aus, dass die meisten Kunden den direkten, einmaligen Weg zur Zulassungsstelle einer – wie auch immer umständlichen – virtuellen Identifizierung vorziehen. Ausgenommen hiervon seien vielleicht diejenigen, die regelmäßig Zulassungen vornehmen müssen. Das antwortete Landrat Bastian Rosenau auf eine Anfrage des Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Kreistag, Günter Bächle (Mühlacker), mit der die Union die Möglichkeiten des Online-Ausbaues bei der Zulassungsbehörde des Enzkreises ausloten wollten.

Anlaufstelle in Pforzheim: Die Zulassungsstelle des Enzkreises an der Güterstraße. Foto: Meyer
Anlaufstelle in Pforzheim: Die Zulassungsstelle des Enzkreises an der Güterstraße. Foto: Meyer

Anliegen sei, so der Landrat, guten und freundlichen Kundenservice zu leisten. Gerade beim Kfz-Zulassungswesen handle es sich um einen Verwaltungsbereich, bei dem die notwendige staatliche Ordnung oft missbräuchlichen Handlungen gegenüberstehe und in dem es – im Interesse aller unabdingbar sei, etwa die Identität von Antragstellern sicherzustellen: „Dass es hierzu Alternativen zur derzeitigen bundesweiten Praxis gibt, mag sein.“

Kreis sieht sich gut aufgestellt

Die Zulassungsbehörde des Enzkreises sei in Sachen Digitalisierung und Bürgerservice sehr gut aufgestellt, meint der Landrat. So biete der Landkreis den Kunden modernste Möglichkeiten zur Terminreservierung im Internet an. Wer dennoch ohne Termin zur Zulassungsstelle kommen möchte, finde dort ein intelligentes Aufrufsystem vor, bei dem er oder sie mit Hilfe eines QR-Codes am Smartphone komfortabel seine Warteposition verfolgen könne – ohne in der Schlange zu stehen, so Rosenau laut Pressemitteilung. Selbstverständlich werde auch die Online-Zulassung angeboten, die aus den nachvollziehbaren Gründen aber von Kunden weniger nachgefragt werde. Die Abläufe seien hier weitgehend standardisiert; insofern könne hier nicht jede Zulassungsbehörde ihr eigenes Süppchen kochen.

Luca-App im Einsatz

Zur Kontaktnachverfolgung in Corona-Zeiten hätten die Kunden nun auch die Möglichkeit, die Luca-App in beiden Dienststellen – Pforzheim und Mühlacker – zu verwenden und könnten damit die manuelle Erfassung der persönlichen Daten vermeiden.

„Schon seit vielen Jahren nutzen die Bürger sehr rege die Wunschkennzeichenreservierung über das Internet“, schreibt Rosenau. Eine Schnittstelle etwa zu Online-Schilderherstellern sehe die Kreisverwaltung hingegen kritisch. Nicht zuletzt sollte die öffentliche Verwaltung es tunlichst unterlassen, den Kunden angesichts der Konkurrenzsituation bei der Wahl des Dienstleisters für die Prägung seines Kennzeichens zu beeinflussen.

Selbstverständlich arbeite die Zulassungsbehörde daran, ihre Prozesse und Strukturen zeitgemäß weiterzuentwickeln, wie die Einführung der Luca-App vor Kurzem zeige.

Autor: pm