Illingen -  02.04.2021
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Schnell eingespieltes Team: Jugendarbeit in Illingen wird auf neue Beine gestellt

Illingen. Ortstermin im Illinger Jugendhaus. Es fehlen: die Jugendlichen. Anwesend sind dafür Brigitte Dingler, Schulsozialarbeiterin an der örtlichen Schule am Stromberg, sowie Anna-Sophie Schär, die seit Mitte Januar die Nachfolge von Vera Müller als Jugendhausleitung angetreten hat. „Aufgrund der Corona-Pandemie darf das Jugendhaus derzeit leider nicht öffnen“, erläutert Schär, die nach einer Ausbildung zur Jugend- und Heimerzieherin aktuell berufsbegleitend ein sozial-pädagogisches Masterstudium absolviert. „Dass die Kinder und Jugendlichen momentan nicht ins Jugendhaus kommen können, erschwert die Kontaktaufnahme natürlich.“

Sie freuen sich, wenn das Illinger Jugendhaus wieder für Kinder und Jugendliche öffnen kann (von links): Schulsozialarbeiterin Brigitte Dingler und Jugendhausleiterin Anna-Sophie Schär. Foto: Bischoff-Krappel
Sie freuen sich, wenn das Illinger Jugendhaus wieder für Kinder und Jugendliche öffnen kann (von links): Schulsozialarbeiterin Brigitte Dingler und Jugendhausleiterin Anna-Sophie Schär. Foto: Bischoff-Krappel

In enger Zusammenarbeit mit ihrer Kollegin Brigitte Dingler, die seit September letzten Jahres an der Schule am Stromberg tätig ist, sucht die neue Jugendhausleiterin daher innovative Wege, um mit den Kids in Kontakt zu treten. „Brigitte hat mich gleich zu Beginn zu Online-Treffen mit ihren Schülern eingeladen, bei denen ich mich vorstellen konnte“, freut sich Schär, die ebenso wie Dingler über den Trägerverein „miteinanderleben“ eingesetzt ist. Erste gemeinsame Aktionen seien entstanden, und das Interesse der Kinder sei riesig gewesen. „Aktuell habe ich ein virtuelles Osterhasenbacken geplant, für das bereits 15 Anmeldungen vorliegen“, berichtet Schär. Bei den älteren Jugendlichen stelle sie – wohl nicht zuletzt aufgrund des monatelangen Online-Unterrichts – eine gewisse Übersättigung an digitalen Angeboten fest. Schulsozialarbeiterin Brigitte Dingler sieht ebenso wie ihre Kollegin Schär einen hohen Bedarf der Kinder und Jugendlichen nach einem Raum, in dem sie angenommen sind und sich frei entfalten können.

„In einer Zeit, in der das direkte Miteinander immer mehr abnimmt, möchte ich in Beziehung zu den Schülern treten“, erläutert Dingler ihren Ansatz. „Oft kann man mit wenigen Worten und direkter Zuwendung schon Veränderungen anstoßen.“

Dinglers Einsatz in der Notbetreuung der Schule habe ihr in der Einarbeitungszeit die Kontaktaufnahme zu Schülern und Eltern erleichtert, wenngleich projektbezogenes Arbeiten aufgrund der derzeitigen Bestimmungen noch schwierig sei. Ihre enge Zusammenarbeit wollen Dingler und Schär auch in Zukunft fortsetzen. „Wir haben viele Ideen und freuen uns, wenn wir diese gemeinsam für die Illinger Kinder und Jugendlichen umsetzen können.“

Autor: Britta Bischoff-Krappel