Ispringen
Enzkreis -  13.03.2019
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2300 Aussteller bei der Dentalmesse - zwei Dutzend davon aus der Regiom

Köln/Pforzheim. Seit Dienstag ist Köln wieder der Nabel der Welt, was die Zahngesundheit angeht. Bereits zum 38. Mal hat die Internationale Dental-Schau (IDS) ihre Tore geöffnet. Auf der Weltleitmesse der Dentalbranche (bis 16. März) präsentieren rund 2300 Aussteller aus über 60 Ländern die umfangreichste Angebotsbreite auf 170 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Auf der IDS, die alle zwei Jahre stattfindet, ist die gesamte Dentalbranche inklusive aller internationalen Marktführer vertreten. Erwartet werden mehr als 160 000 Besucher.

Verbandschef Mark S. Pace mit Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann bei der Eröffnung der Dentalmesse in Köln.  PRIVAT
Verbandschef Mark S. Pace mit Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann bei der Eröffnung der Dentalmesse in Köln. PRIVAT

Vor Ort sind auch zahlreiche Dentalunternehmen aus Pforzheim und der Region, etwa die Ispringer Dentaurum-Gruppe, mit Messeständen vertreten. Mark S. Pace, Geschäftsführer von Dentaurum, ist gleich in doppelter Mission in Köln: Als Vorstandsvorsitzender des VDDI (Verband der Deutschen Dental-Industrie), eröffnete er gestern zusammen mit Gerald Böse (Geschäftsführer der Koelnmesse) und Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann die Messe. In seiner Eröffnungsrede erläuterte Pace die Parallelen des olympischen Gedankens mit der IDS als internationale Leistungsschau der Dental-Industrie. „So wie die Athleten des Sportweltereignisses alle vier Jahre hoch motiviert in den Stadien an den Start gehen, so gehen Veranstalter, Messegesellschaft und Aussteller im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit unserer Fachbesucher alle zwei Jahre auf dem Messegelände in Köln an den Start“, so Pace.

Die IDS präsentiert einen Gesamtüberblick über Produktneuheiten und Innovationen der Branche. Die Palette reicht vom zahnärztlichen über den zahntechnischen Bereich, sowie Infektionsschutz und Wartung, bis hin zu Dienstleistungen, Informations-, Kommunikations- und Organisationsmitteln. Schwerpunktthemen sind in diesem Jahr Digitalisierung und 3D-Druck.

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Die Dentalbranche wächst weltweit: Gründe für das Wachstum liegen in der Dynamik der allgemeinen Gesundheitswirtschaft sowie dem Bereich der Mundgesundheitswirtschaft. Die Weltgesundheitsorganisation misst dem Wohlbefinden der Menschen einen hohen Stellenwert bei. Sämtliche Staaten sind bestrebt, ihre Gesundheitssysteme entsprechend ihren Möglichkeiten auszubauen und den Menschen immer mehr und bessere Zugänge zur Versorgung zu verschaffen.

In vielen sich gut entwickelnden Wirtschaftsräumen sind immer mehr Menschen bereit und in der Lage, aus eigener Kraft in ihre Gesundheit zu investieren. Das führt zu höherer Nachfrage nach Dentalprodukten. „Digitalisierung bedeutet gerade in der Implantologie: mehr Information und mehr Kommunikationsmöglichkeiten“, so Pace. Im Fokus der IDS 2019 steht die Parodontitis-Therapie.

Mit der Gründung von Dentaurum im Jahr 1886 entstand nicht nur das mittlerweile älteste Zahntechnikunternehmen der Welt, die Firma legte auch den Grundstein für die Pforzheimer Medizintechnik, erinnert Pace. Das Know-how für präzises Arbeiten gehe auch auf die Ansiedlung der Schmuckindustrie in der Goldstadt vor mehr als 250 Jahren zurück. In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden weitere Dentalunternehmen in der Region. Ein Großteil von ihnen agiere weltweit. Mehr als die Hälfte der Produkte gehen Pace zufolge in den Export, vor allem in die wichtigen Märkte EU und USA. Aber auch nach Südamerika und Asien werde erfolgreich exportiert. „Die Dentalbranche ist eine wichtige Wirtschaftskraft in unserer Region.“ Allein bei Dentaurum sind 450 Mitarbeiter tätig. Das Dutzend Dentalunternehmen biete im Enzkreis mehrere Tausend Arbeitsplätze.

Autor: Lothar H. Neff