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Enzkreis -  21.05.2019
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40 Liter in 24 Stunden: Dauerregen lässt Flüsse in der Region anschwellen

Enzkreis/Pforzheim/Kreis Calw. Von schweren Überflutungen, wie sie Sturmtief Axel einigen Teilen Deutschlands vom Alpenrand bis nach Nordrhein-Westfalen beschert hat, ist die Region verschont geblieben. Trotz der rund 40 Liter Regen, die binnen 24 Stunden gefallen sind.

Ob in Mühlhausen (Fotos 1 bis 3), Höfen (4 bis 6), Calmbach (7) oder Pforzheim (ab Foto 8): An vielen Stellen in der Region sorgte das Unwetter am Dienstag für steigende Pegelstände. Große Überschwemmungen blieben aus, jedoch hielt unter anderem eine Birke in Calmbach einer Böe - auch aufgrund des aufgeweichten Bodens - nicht Stand. Fotos: Moritz, Hepfer, Biesinger
Ob in Mühlhausen (Fotos 1 bis 3), Höfen (4 bis 6), Calmbach (7) oder Pforzheim (ab Foto 8): An vielen Stellen in der Region sorgte das Unwetter am Dienstag für steigende Pegelstände. Große Überschwemmungen blieben aus, jedoch hielt unter anderem eine Birke in Calmbach einer Böe - auch aufgrund des aufgeweichten Bodens - nicht Stand. Fotos: Moritz, Hepfer, Biesinger
Ob in Mühlhausen (Fotos 1 bis 3), Höfen (4 bis 6), Calmbach (7) oder Pforzheim (ab Foto 8): An vielen Stellen in der Region sorgte das Unwetter am Dienstag für steigende Pegelstände. Große Überschwemmungen blieben aus, jedoch hielt unter anderem eine Birke in Calmbach einer Böe - auch aufgrund des aufgeweichten Bodens - nicht Stand. Fotos: Moritz, Hepfer, Biesinger
Ob in Mühlhausen (Fotos 1 bis 3), Höfen (4 bis 6), Calmbach (7) oder Pforzheim (ab Foto 8): An vielen Stellen in der Region sorgte das Unwetter am Dienstag für steigende Pegelstände. Große Überschwemmungen blieben aus, jedoch hielt unter anderem eine Birke in Calmbach einer Böe - auch aufgrund des aufgeweichten Bodens - nicht Stand. Fotos: Moritz, Hepfer, Biesinger
Ob in Mühlhausen (Fotos 1 bis 3), Höfen (4 bis 6), Calmbach (7) oder Pforzheim (ab Foto 8): An vielen Stellen in der Region sorgte das Unwetter am Dienstag für steigende Pegelstände. Große Überschwemmungen blieben aus, jedoch hielt unter anderem eine Birke in Calmbach einer Böe - auch aufgrund des aufgeweichten Bodens - nicht Stand. Fotos: Moritz, Hepfer, Biesinger
Ob in Mühlhausen (Fotos 1 bis 3), Höfen (4 bis 6), Calmbach (7) oder Pforzheim (ab Foto 8): An vielen Stellen in der Region sorgte das Unwetter am Dienstag für steigende Pegelstände. Große Überschwemmungen blieben aus, jedoch hielt unter anderem eine Birke in Calmbach einer Böe - auch aufgrund des aufgeweichten Bodens - nicht Stand. Fotos: Moritz, Hepfer, Biesinger
Ob in Mühlhausen (Fotos 1 bis 3), Höfen (4 bis 6), Calmbach (7) oder Pforzheim (ab Foto 8): An vielen Stellen in der Region sorgte das Unwetter am Dienstag für steigende Pegelstände. Große Überschwemmungen blieben aus, jedoch hielt unter anderem eine Birke in Calmbach einer Böe - auch aufgrund des aufgeweichten Bodens - nicht Stand. Fotos: Moritz, Hepfer, Biesinger
Ob in Mühlhausen (Fotos 1 bis 3), Höfen (4 bis 6), Calmbach (7) oder Pforzheim (ab Foto 8): An vielen Stellen in der Region sorgte das Unwetter am Dienstag für steigende Pegelstände. Große Überschwemmungen blieben aus, jedoch hielt unter anderem eine Birke in Calmbach einer Böe - auch aufgrund des aufgeweichten Bodens - nicht Stand. Fotos: Moritz, Hepfer, Biesinger
Ob in Mühlhausen (Fotos 1 bis 3), Höfen (4 bis 6), Calmbach (7) oder Pforzheim (ab Foto 8): An vielen Stellen in der Region sorgte das Unwetter am Dienstag für steigende Pegelstände. Große Überschwemmungen blieben aus, jedoch hielt unter anderem eine Birke in Calmbach einer Böe - auch aufgrund des aufgeweichten Bodens - nicht Stand. Fotos: Moritz, Hepfer, Biesinger
Ob in Mühlhausen (Fotos 1 bis 3), Höfen (4 bis 6), Calmbach (7) oder Pforzheim (ab Foto 8): An vielen Stellen in der Region sorgte das Unwetter am Dienstag für steigende Pegelstände. Große Überschwemmungen blieben aus, jedoch hielt unter anderem eine Birke in Calmbach einer Böe - auch aufgrund des aufgeweichten Bodens - nicht Stand. Fotos: Moritz, Hepfer, Biesinger
Ob in Mühlhausen (Fotos 1 bis 3), Höfen (4 bis 6), Calmbach (7) oder Pforzheim (ab Foto 8): An vielen Stellen in der Region sorgte das Unwetter am Dienstag für steigende Pegelstände. Große Überschwemmungen blieben aus, jedoch hielt unter anderem eine Birke in Calmbach einer Böe - auch aufgrund des aufgeweichten Bodens - nicht Stand. Fotos: Moritz, Hepfer, Biesinger
Ob in Mühlhausen (Fotos 1 bis 3), Höfen (4 bis 6), Calmbach (7) oder Pforzheim (ab Foto 8): An vielen Stellen in der Region sorgte das Unwetter am Dienstag für steigende Pegelstände. Große Überschwemmungen blieben aus, jedoch hielt unter anderem eine Birke in Calmbach einer Böe - auch aufgrund des aufgeweichten Bodens - nicht Stand. Fotos: Moritz, Hepfer, Biesinger
Ob in Mühlhausen (Fotos 1 bis 3), Höfen (4 bis 6), Calmbach (7) oder Pforzheim (ab Foto 8): An vielen Stellen in der Region sorgte das Unwetter am Dienstag für steigende Pegelstände. Große Überschwemmungen blieben aus, jedoch hielt unter anderem eine Birke in Calmbach einer Böe - auch aufgrund des aufgeweichten Bodens - nicht Stand. Fotos: Moritz, Hepfer, Biesinger
Ob in Mühlhausen (Fotos 1 bis 3), Höfen (4 bis 6), Calmbach (7) oder Pforzheim (ab Foto 8): An vielen Stellen in der Region sorgte das Unwetter am Dienstag für steigende Pegelstände. Große Überschwemmungen blieben aus, jedoch hielt unter anderem eine Birke in Calmbach einer Böe - auch aufgrund des aufgeweichten Bodens - nicht Stand. Fotos: Moritz, Hepfer, Biesinger
Ob in Mühlhausen (Fotos 1 bis 3), Höfen (4 bis 6), Calmbach (7) oder Pforzheim (ab Foto 8): An vielen Stellen in der Region sorgte das Unwetter am Dienstag für steigende Pegelstände. Große Überschwemmungen blieben aus, jedoch hielt unter anderem eine Birke in Calmbach einer Böe - auch aufgrund des aufgeweichten Bodens - nicht Stand. Fotos: Moritz, Hepfer, Biesinger

Als kräftiger Landregen, nicht als Gewittersturzflut. Die Bauern werden sagen: endlich. Die Förster werden sagen: Gott sei Dank. Gartenbesitzer werden sagen: wird auch Zeit. Doch Hausbesitzer, die um ihre Keller bangen, werden sagen: Hoffentlich hört es auch bald wieder auf.

Besonders an der Enz sind die Pegel nach längeren Perioden der Trockenheit mal wieder kräftiger angestiegen. In Höfen war das Wasser gestern gegen 18 Uhr auf einem Höchststand von 1,80 Meter – der Hochwassermeldewert liegt dort bei zwei Metern. In Pforzheim war der Meldewert von 1,70 Meter am Abend nur um wenige Zentimeter unterboten. Das genügte freilich, um die Enz in Pforzheim etwa den Rad- und Fußweg an der Jahnstraße zu überspülen oder in Höfen dem Campingplatz nahezukommen.

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In der Goldstadt hatte die Enz ihren Höchststand der vergangenen Tage am Dienstag um 19.30 Uhr (1,67 Meter) - bis Mittwochmorgen, 6.15 Uhr, war der Pegel wieder auf 1,24 Meter gesunken.

Eine Folge des Sturmtiefs war auch ein kurzer Stromausfall in Calmbach. Eine knapp 20 Meter hohe Birke war dort im Gewerbegebiet Beermiß in eine Freileitung der Stadtwerke Bad Wildbad gefallen und dort zunächst hängengeblieben. Wie Peter Buhl, der Geschäftsführer der Stadtwerke berichtet, wurde der Schaden recht schnell entdeckt. „Durch das Zu- und Abschalten von Umspannstationen konnte der Stromausfall zügig behoben werden“, so Buhl. Bereits nach 45 Minuten sei der Verursacher des Schadens beseitigt worden. Die Standfestigkeit des Baumes war durch den aufgeweichten Boden beeinträchtigt. Eine kurze starke Windböe reichte aus, um die Birke zu Fall zu bringen. Die städtischen Waldarbeiter leisteten Amtshilfe und schnitten die stattliche Birke aus der Freileitung, wie Revierförster Andreas Wacker berichtet.

Doch auch die andere Seite des Wetters ist Stadtwerke-Chef Buhl wichtig. Er freut sich über die Regenfälle der vergangenen Tage, ebenso wie der Leiter des städtischen Baubetriebshofs, Samuel Mostroph. „Wir haben beim Grundwasser seit dem vergangenen Winter von der Substanz gelebt“, so Buhl. Jetzt könnten die Wasserspeicher endlich gefüllt werden. „Unsere Grünflächen benötigen dringend Wasser“, sagt Mostroph. Der Baubetriebshof-Leiter behält aber die Flusspegel im Blick. Vorsorglich öffnete er gestern das „Sonnenwehr“ sowie das Schlauchwehr am Lindenbrückle, damit die Enz ungehindert abfließen kann. Noch sei aber alles im „grünen Bereich“. „Wenn die Enz nicht über die Ufer tritt, sind wir dankbar für die Regenfälle, aber auch wenn der Fluss über die Ufer tritt, können wir damit umgehen“, zeigt er sich zuversichtlich.

Im ebenfalls hochwassererfahrenen östlichen Enzkreis herrschte gestern ebenfalls noch Gelassenheit. In Mühlhausen an der Enz zum Beispiel. Eine 70-jährige Anwohnerin reagiert im Hinblick auf den Dauerregen unaufgeregt. „Wenn wirklich Gefahr durch das Wasser drohen würde, hätte unsere Feuerwehr schon längst Warnschilder aufgestellt“, sagt sie. Außerdem würden die Pegelstände der Enz seit dem verheerenden Hochwasser von 1993 akribisch und regelmäßig kontrolliert.

Tatsächlich hat die gesamte Region Nachholbedarf beim regen. Alleine im vergangenen Dürrejahr fehlten rund 260 Liter Regen pro Quadratmeter. Und auch dieses Jahr hat laut dem Meteorologen Jürgen Schmidt von Wetterkontor zu trocken begonnen – wenn auch bei weitem nicht so extrem.

Autor: Nicole Biesinger und Alexander Heilemann