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Enzkreis -  17.06.2019
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Abwechslungsreiches Wandervergnügen: 50-köpfige PZ-Gruppe lässt Höhenmeter hinter sich

Enzkreis/Pforzheim. „Heute erleben wir eine abenteuerliche Wanderung mit romantischen Einblicken“, versprach Trudel Jourdan vom Schwarzwaldverein Brötzingen mit Dillweißenstein zu Beginn der dritten PZ-Wanderung in diesem Jahr. Jourdans Worte sollten keine leeren Worthülsen bleiben, denn die Wanderung durch die Heckengäulandschaft und Mischwald, erwies sich als abwechslungsreiche und echte Wanderleckerei.

Das größte hölzerne Mühlrad Europas war einer der Höhepunkte der Wanderung. Foto: Meister
Das größte hölzerne Mühlrad Europas war einer der Höhepunkte der Wanderung. Foto: Meister

Blühende Natur

Los ging es am Rathaus in Calw-Stammheim und führte zunächst auf die Burg Waldeck. Recht schnell ging es einen schmalen in eine Schlucht gelegenen Trailpfad hinunter. Das feste Schuhwerk und die Wanderstöcke der gut 50 Wanderer wurden deshalb auf Herz und Nieren geprüft. „Eine gute Vorbereitung für die Tour in den Dolomiten“, lächelte Gerhard Talmon-Gros. In diesem Jahr will er noch einige Tage in der idyllischen Alpenregion verbringen. Vor wenigen Jahren war er auf den Kapverdischen Inseln wandern. „In 14 Tagen standen elf Touren an“, gab er zu verstehen. Während er seit Jahren treuer PZ-Wanderer ist, so stand für Christian Schmidt die erste PZ-Wanderung auf dem Programm. „Normal bin ich auf dem Rad unterwegs“, lächelte der Berliner. 2003 hat es in ihn die Region gezogen und seitdem schätzt er die hohe Lebensqualität und vielseitige Natur.

Angekommen im Nagoldtal folgte ein kurzer aber heftiger Anstieg zur Burgruine Waldeck. Die um 1100 erbaute Burg zählt als eine der am besten erhaltene Spornburgen Deutschlands. Nach einem kurzen Rundgang durch die Burg, verdienten sich die Wanderer ihre mitgebrachten Reiseproviante.

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Kaum gestärkt ging es weiter durch das dichte Baumspalier und kleine, schier unentdeckte Pfade. „Die Wanderung ist traumhaft“, freute sich Brigitte Glauner. Früher spielte sie in der Tennis-Oberliga und schätzt beim Wandern vor allem die prachtvolle und blühende Natur. Gespannt wartete die Gruppe auf das Mühlrad der Unteren Mühle im Schleiftal. Dahin schlängelte sich der Weg abermals durch enge und romantische Pfade. So manch umgefallener Baum oder dichtes Gestrüpp machten der guten Stimmung keinen Abbruch.

Urplötzlich erschien auf dem umwucherten Weg, das riesige Mühlrad. Mit einem Durchmesser von 11,5 Metern mit 80 Schaufeln sorgte das Rad für großes Staunen und diente als Fotoobjekt.

Anschließend hätte die Route über die „Himmelsleiter“ führen sollen, doch Wanderführerin Trudel Jourdan entschied sich gegen den Aufstieg. „Das wäre am Ende zu anspruchsvoll geworden und hätte die schönen Eindrücke der Wanderung in den Hintergrund gerückt“, so Jourdan.

Nach dem die meist schattigen Waldwege den Peitschenknall der Sonne verhinderte, konnte die Gruppe die letzten Meter in Richtung Stammheim in der Sonne genießen. Kurzerhand entpuppten sich die Wanderer als frenetische Radsportsfans und feuerten einige Sportler auf ihren Velos an.

Autor: Stefan Meister