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Enzkreis -  27.08.2018
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Herausforderung Wasserversorgung: Sind Waldbrände auch in der Region eine Bedrohung?

Pforzheim/Enzkreis. Kreisbrandmeister Christian Spielvogel erläutert, was im Falle eines großen Waldbrandes im Enzkreis zu berücksichtigen ist. Hintergrund sind die schlimmen Ereignisse in Brandenburg.

Dieses ausgedehnte Strohfeuer am Forstrand von Ottenhausen hatte die Feuerwehr 2003 stark beschäftigt. Wichtig war es damals, ein Übergreifen auf den Wald zu verhindern. Aber auch ein Lagerfeuer, eine achtlos weggeworfene Kippe oder ein Blitzschlag könnten den Ursprung für einen Waldbrand bilden. Foto: Heilemann, Archiv
Dieses ausgedehnte Strohfeuer am Forstrand von Ottenhausen hatte die Feuerwehr 2003 stark beschäftigt. Wichtig war es damals, ein Übergreifen auf den Wald zu verhindern. Aber auch ein Lagerfeuer, eine achtlos weggeworfene Kippe oder ein Blitzschlag könnten den Ursprung für einen Waldbrand bilden. Foto: Heilemann, Archiv

Hunderte Einsatzkräfte haben im Südwesten Brandenburgs gegen einen großen Waldbrand gekämpft. Nicht nur die Fläche des Feuers, auch die Begleitumstände hatten es in sich. Alte, aber in Teilen immer noch scharfe Munition schlummerte im Waldboden und explodierte, Panzer mussten Einsatzkorridore schaffen, Hubschrauber Wasser abwerfen, Ortschaften evakuiert werden. Wäre so etwas auch im Enzkreis möglich und wäre die Feuerwehr darauf vorbereitet? Das wollte die Redaktion im Gespräch mit Kreisbrandmeister Christian Spielvogel wissen.

Und wie ist es um die Wälder in der Region beschaffen? Laut Kreisbrandmeister ist der Enzkreis ungefähr zu einem Drittel bewaldet: „Die potenzielle Gefahr darf also nicht unterschätzt werden“, unterstreicht der Experte aus dem Landratsamt. Gleichwohl müsse festgestellt werden, dass in den besagten Forstgebieten Mischwälder dominierten. Das wiederum begünstige Flächenbrände nicht. Alles in allem sei die Gefahrenlage im Enzkreis nicht mit der in Brandenburg vergleichbar. Glücklicherweise gebe es die Altmunitionsproblematik nicht.

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Spielt die langanhaltende Trockenheit eine Rolle? Ja. Der Waldboden ist trocken und viele Äste sind so ausgedörrt, dass sie abzubrechen drohen. Dies führe nun sogar zu speziellen Präventionsmaßnahmen entlang von Straßen. Und wie würden die Einsatzkräfte im Enzkreis bei einem größeren Waldbrand reagieren? Die Strategie wäre sehr klar. Nach einer Lagebeurteilung würden rasch wirkungsvolle Kräfte zum Einsatzort beordert, andererseits würden umgehend weitere Kräfte als Reserveeinheiten in einen Bereitstellungsraum herangeführt, um sich dort zu sammeln und nachzurücken. Bei der Wasserversorgung braucht man Tanklöschfahrzeuge, denn mit endlosen Leitungen im Wald würde es schwierig werden.

Mehr lesen Sie am 28. August in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Autor: Peter Marx