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Enzkreis -  13.01.2019
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Hilfe beim Schutz von Wasser und Boden

Stuttgart/Enzkreis. „Gewässerrandstreifen sind magische Orte voller Leben“, schreibt der Naturschutzbund (Nabu) in einer Pressemitteilung.

Vom Wasser angezogen, schwirrten dort unzählige Insekten wie Libellen, Eintagsfliegen und Steinfliegen umher. Die Umweltschützer weisen darauf hin, dass seit dem 1. Januar dieser fünf Meter breite Schutzsaum nach dem Wassergesetz des Landes stärker geschützt ist. Dort dürfe der Boden nicht mehr als Acker genutzt werden. Erlaubt sei es künftig aber beispielsweise noch, Wildblumen auszusäen, heimische Gehölze wie Erle, Pappel und Weide anzupflanzen oder die Fläche als ungedüngtes Grünland zu nutzen. „Auf diese Weise kann eine natürliche Vegetation entstehen, die Wasser und Boden schützt“, so Jochen Goedecke, Landwirtschaftsreferent beim NABU Baden-Württemberg. Somit biete der Steifen einen Puffer zwischen Ackerflächen und der Böschungsoberkante. Die wichtigste Aufgabe der fünf Meter breiten Streifen sei ihre Pufferfunktion. So soll verhindert werden, dass Einträge aus der Landwirtschaft, wie Gülle oder Pestizide, in die Oberflächengewässer gelangen können.

„Weniger Dünger, weniger Pestizide und weniger eingeschwemmter Boden bedeuten mehr Leben und Biodiversität in Seen und Flüssen“, heißt es weiter. „Leider gelangen durch Abdrift beim Versprühen von Pestiziden immer noch zu viel Gifte in unsere Gewässer und auf den Schutzstreifen“, so der Agrarexperte. Aus diesem Grund fordere der NABU eine drastische Pestizidreduktion, auch abseits der Gewässerrandstreifen. Goedecke mahnt an: „Es ist wichtig, dass die zuständigen Landesämter stichprobenartig kontrollieren, ob sich die Landwirtschaftsbetriebe an die gesetzlichen Vorgaben halten. Nur dann kann man damit rechnen, dass die Gewässerränder auch tatsächlich fünf Meter breit sind und nicht einfach mit untergepflügt werden.“ pm

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