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Enzkreis -  05.09.2018
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Hirschlausfliege quält Waldbesucher in Pforzheim und der Region

Pforzheim/Enzkreis. In den Wäldern der Region wartet die Hirschlausfliege, um über die Besucher herzufallen.

Der Parasit sitzt auf einem Blatt. Nicht nur Zecken machen Spaziergängern zu schaffen. Früher als sonst ist der blutsaugende Quälgeist im Südwesten unterwegs. Gefährlichkeit und Verbreitung des unangenehmen Waldbewohners sind indessen kaum erforscht, räumen Experten ein. Foto: Katrin Mädler, dpa-Archiv
Der Parasit sitzt auf einem Blatt. Nicht nur Zecken machen Spaziergängern zu schaffen. Früher als sonst ist der blutsaugende Quälgeist im Südwesten unterwegs. Gefährlichkeit und Verbreitung des unangenehmen Waldbewohners sind indessen kaum erforscht, räumen Experten ein. Foto: Katrin Mädler, dpa-Archiv

Sie krabbelt gerne vom Nacken in die Haare: Die Hirschlausfliege ist ein unangenehmer Zeitgenosse. Das berichtet Bernhard Brenneis vom Forstrevier Dobel-Eschbach. Und sein Kollege von der Städtischen Forstverwaltung Pforzheim, Armin Kühn, weiß: „Das Vieh kann ungemein lästig werden.“ Eigentlich ist die Hirschlaus, wie sie kurz genannt wird, auf das Blut von Rotwild, Dachsen und Wildschweinen scharf. Der drei bis fünf Millimeter lange, blutsaugende Parasit macht allerdings auch vor Menschen nicht Halt. Zum einen, wenn es im Forst an entsprechenden Opfern mangelt, zum anderen, wenn Menschen den genannten Tieren sehr nahe kommen. Wer als Jäger Rotwild berge, so Brenneis, werde von den Hirschläusen regelrecht angefallen.

Die Parasiten fliegen ihre menschlichen Opfer gerne von hinten an und lassen sich auf Schulter, Nacken und Haaren nieder, berichtet der Förster, der die lästigen Blutsauger nicht mag. Oft merke man gar nicht, wie viele sich außerhalb des Blickfeldes auf dem Rücken angesammelt hätten. Dann zwickten die Quälgeister erst im Auto, wenn sie sich über den Nacken krabbelnd in den Haaren einzunisten versuchten. Zu Hause könne man ihrer oft nur Herr werden durch den Einsatz eines engmaschigen Kamms. Landesweit wurde berichtet, dass zahlreiche Wanderer über die Angriffslust des Tiers klagen.

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Autor: Peter Marx