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Ispringen -  10.01.2019
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Region im Stabreimfieber: Mit möglichst vielen „M“-Worten zu Max Mutzke

Max Mutzke macht’s möglich. Seit der Radiosender SWR1 Konzertkarten als Gewinn für diejenigen ausgelobt hat, die möglichst viele Wörter mit dem Anfangsbuchstaben „M“ aneinanderreihen, ist in der Region ein regelrechtes Stabreimfieber ausgebrochen.

Foto: dpa
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Stabreim oder Alliteration nennt man dieses Sprachspiel. Der Calmbacher Bruno Knöller, der schon als PZ-Redakteur ungekrönter König der Alliterationen war, ergatterte sich seine Tickets mit 49 M-Worten. Tags darauf war er seine Krone los. Marietta Kreisel und Thomas Schaier aus Ispringen hatten sich hingesetzt und voller Lust auf Mutzke sage und schreibe 95 Stabreime rausgehauen. Mit vielen, vielen M-Adjektiven ist ihnen das gelungen. Aber lesen Sie selbst: „Mann, Mann, meine meistens mehrfach missverständlich missgelaunte, missmutig misstrauische, missgünstig missgestaltete, mollig muggelige, mecklenburgische Mutter Michaela Meier möchte meine mintgrüne, mordsmäßig massige, monströse, maximal maurische, minarettgleiche, mit marmoriertem marokkanischem mattem, metallisch mehrfarbigem Muster markierte Milchkanne, möglichst mit Max Mutzkes modisch modernem, mittellangem, mehrheitlich mosgrünem, meilenweit mitreißendem, modellmäßigem Morgenmantel mal Montag morgens, mal Mittwoch mittags meinen maltriziösen, malträtierten, musikalischen, manikürten, manifestierten, männerfeindlichen, mangelhaft mutigen, manischen, Mandeln mampfenden, manipulierten, markant maskierten, mäßig majestätischen, meistenorts melancholischen, meschanten, meuchlerischen, miefigen, missratenen, massenhaft mundfaulen, minirocktragenden, mühelos monoganen, muffelnden, morbiden, moralisch mangelhaften, mitleidslosen, monatlich mitunter mittellosen Mitbürgern mit Mindestlohn mitgeben.“ Alles klar? Ein echtes Kunstwerk, an dem die Ispringer mit viel Spaß gefeilt und alles vor der Vollendung x-mal verworfen haben. Die Latte liegt hoch. Ob Max Mutzke vor seinem Konzert für die vereinigten Alliteraten schon an einem entsprechenden Songtitel arbeitet? Da kann er doch schlecht auf der Bühne stehen mit seinem Namen als einzigem magerem Stabreim im Gepäck.

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Autor: hei