Ispringen
Enzkreis -  22.10.2018
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Seit zwei Monaten fast kein Regen: Region dürstet nach Wasser

Enzkreis/Wiernsheim/Knittlingen. Seit rund zwei Monaten ist im Enzkreis so gut wie kein Regen gefallen. Die Landwirte klagen über Futterknappheit, Felder sind nachhaltig geschädigt.

Am eingetrockneten Arnbach in Ellmendingen, wo Hannes Bischoff fotografiert, ist die Wasserknappheit abzulesen. Foto: Ketterl
Am eingetrockneten Arnbach in Ellmendingen, wo Hannes Bischoff fotografiert, ist die Wasserknappheit abzulesen. Foto: Ketterl

Schon der Sommer zählte zu den heißesten aller Zeiten und bescherte der Region wochenlange Trockenheit. Wer beim Blick auf die gestressten Pflanzen darauf setzte, dass mit dem Herbst schon die Niederschläge kommen werden, der hat sich getäuscht. An der Wetterstation Ispringen/Pforzheim wurde nur am 1. Oktober nennenswerter Regen gemessen: magere 2,7 Liter pro Quadratmeter. Seitdem gab es so gut wie keine Niederschläge mehr. Ein paar verstreute Tröpfchen bescheren eine Monatsbilanz von unglaublichen 3,6 Litern pro Quadratmeter im bisherigen Oktober. Zum Vergleich: Der langjährige Mittelwert liegt für diesen Monat in der Region bei 49,8 Litern pro Quadratmeter. Kein Wunder, sehen viele einen Hinweis auf Regen fast schon als eine Nachricht zum Feiern. Gerade am Wochenende, so Andreas Pfaffenzeller, Leiter des Deutschen Wetterdienstes in Stuttgart, könnte es tatsächlich ordentlich regnen. Vor allem für die Landwirte aus der Region wäre das eine Erleichterung. Denn selbst für unbeteiligte Beobachter, die dieser Tage in der lauen Herbstsonne ihren Spaziergang vorbei an landwirtschaftlich genutzten Flächen gemacht haben, ist das kein schöner Anblick: Verbranntes Gras, kahle Erdflächen und durch die anhaltende Trockenheit aufgebrochene Böden. „Gerade den Ackerbau hat die Trockenheit in diesem Jahr voll erwischt“, betont Landwirt Werner Vincon aus Kleinvillars. Vom Frühjahr bis zum August habe er noch Hoffnung auf ausreichenden Niederschlag für seine Nutz- und Futterpflanzen gehabt. „Jetzt sieht es aber ganz danach aus, dass Wiesen und Felder bereits nachhaltig für das kommende Jahr geschädigt sind“, glaubt Vincon. „Speziell auf den völlig kahlen Bodenstellen wächst so schnell nichts mehr nach“, weiß der Landwirt.

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Autor: Peter Hepfer und Alexander Heilemann