Volkswandertage in Kämpfelbach begeistern Teilnehmer aus ganz Deutschland
Kämpfelbach. Die Volkswandertage haben am Wochenende Hunderte Wanderer zu schönen Strecken und guter Gemeinschaft in die Region gelockt.
Nach dem Erreichen des Ziels wirken alle zufrieden: mit der Strecke, mit der Organisation und mit sich selbst. Viele bleiben anschließend noch eine Weile in der Ersinger Turn- und Festhalle, um etwas zu essen und zu trinken, um sich zu unterhalten und auszutauschen. Denn die internationalen Volkswandertage bestehen nicht nur aus drei unterschiedlich langen Routen, aus schönen Ausblicken und idyllischen Wegen, sondern auch aus Geselligkeit und Gemeinschaft. Organisiert von den Wanderfreunden Kämpfelbachtal, haben sie am Wochenende Hunderten Teilnehmern die schönsten Seiten der Region rund um Kämpfelbach, Königsbach-Stein, Eisingen und Ispringen gezeigt.
Vier Stunden Anfahrt
Lob gibt es von allen Seiten. Etwa von Jürgen Hoß.
„Wir kommen immer wieder gern her“, sagt der Vorsitzende der Wanderfreunde aus Steinhöring, der mit drei Vereinskollegen fünf Kilometer zurückgelegt hat und nur Positives berichten kann, auch über die Begegnungen entlang der Strecke.
„Die Leute sind hier immer sehr freundlich“, sagt Hoß: „Alle grüßen immer gleich zurück.“ Um zu den Wandertagen nach Kämpfelbach kommen zu können, haben er und seine Frau nicht nur eine mehr als 300 Kilometer lange, rund vier Stunden dauernde Anreise auf sich genommen, sondern auch extra ihren Urlaub um einen Tag nach hinten verlegt. Denn für sie steht fest: „Kämpfelbach ist schon Champions League.“ Die Strecken finden sie sehr abwechslungsreich, die Organisation und das Essen hervorragend. Die Wanderfreunde Kämpfelbachtal kennen die Steinhöringer auch deshalb schon seit Jahren, weil sich die beiden Vereine bei ihren Veranstaltungen immer gegenseitig besuchen. Wenn nichts dazwischenkommt, wollen sie nächstes Jahr wieder kommen. „Sobald er bekannt ist, tragen wir uns den Termin in den Kalender ein.“
Günter Leonhard hört das gerne. Der Vorsitzende der Wanderfreunde Kämpfelbachtal ist mit rund 40 ehrenamtlichen Helfern im Dauereinsatz, damit die Wanderer bestens versorgt werden. Am Samstag und am Sonntag sind er und seine Frau Martina um 4 Uhr morgens aufgestanden, um alles vorzubereiten. Bis um 8 Uhr die ersten Teilnehmer eintreffen, gibt es nämlich viel zu tun, etwa Kaffee kochen, Kuchen aufschneiden, Kartoffeln kochen, schälen und zu Salat verarbeiten, Weckle vom Bäcker holen und belegen. Unterstützung erhalten die Wanderfreunde Kämpfelbachtal erneut von den befreundeten Kollegen aus Wolfschlugen und vom German American Wandering Club aus Stuttgart. „Wir helfen uns gegenseitig.“ Bill Heisser unterstützt in der Küche, Joe Kelly bei den Getränken.
Völkerverständigung
Beide kommen vom German American Wandering Club, beide haben großen Spaß in Kämpfelbach, nicht zuletzt wegen der Kameradschaft, der Gemeinschaft und der Freundschaft. Sie sehen in den Wandertagen eine gute Gelegenheit, um die Völkerverständigung zu fördern, neue Kontakte zu knüpfen und die „echten Oma-Kuchen“ zu genießen, die es nicht mehr oft gibt. Kelly liebt es, Deutschland abseits der Hauptverkehrsachsen und großen Sehenswürdigkeiten kennenzulernen. Der Präsident des German American Wandering Club mag die Natur, den Wald, die Bauernhöfe, die kleinen Dörfer und die Orte, an denen richtig gearbeitet wird. Bei den Wandertagen zu helfen, ist für ihn eine gute Übung, um seine bereits ganz ansehnlichen Deutschkenntnisse weiter zu verbessern. Manchmal, sagt er, sei die Kommunikation nicht ganz leicht. „Aber alle sind so freundlich, dass es nie kompliziert wird.“
