Keltern -  11.03.2026
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

Aus Gewerbe wird Wohnen: Großes Neubauprojekt in der Ellmendinger Ortsmitte

Keltern. Noch steht das historische Gebäude in der Ortsmitte von Ellmendingen, doch schon bald werden sich die Anwohner an einen neuen, moderneren Anblick gewöhnen müssen. Am Mittwochnachmittag begrüßte die Volksbank Immobilien AG Kaufinteressenten zur offenen Besichtigung an der Durlacher Straße. Hier setzt der Investor ein Neubauprojekt auf dem ehemaligen Löwen-Areal um. Die Bauarbeiter sind schon drauf und dran, die Fläche in ein Einfamiliengebäude mit 19 Eigentumswohnungen umzubauen. Dazu sollen 29 Stellplätze sowie auf Wunsch auch Carports entstehen. Die Wohnfläche der 2- bis 3-Zimmerwohnungen soll zwischen 47 und 126 Quadratmetern variieren. Der Kaufpreis liegt bei 225.000 bis 519.000 Euro.

Ellmendingen Gasthaus Löwen Umbau
Im Gasthaus ‚Zum Löwen‘ wurden einst Hochzeiten und Geburtstage gefeiert. Schon bald wird hier ein modernes Einfamilienhaus stehen. Foto: Röhr

Bauherr Tobias Pavlic betont, dass ein besonderes Augenmerk auf die Barrierefreiheit bei der Projektplanung gelegt wurde, so dass der Wohnkomfort für alle Generationen gesichert sei. Das ehemalige Löwen-Areal hat eine lange und traditionsreiche Geschichte.

Das Hotel-Gasthaus „Zum Löwen“ war lokal und darüber hinaus auch regional für seine badische Küche, seine regionalen Weine und seine Partylocation bekannt. Im großen Saal sowie im Löwensaal des Gasthauses konnten einst bis zu 120 Menschen zu den verschiedensten Anlässen feiern. Das Areal lag den Einwohnern der Gemeinde Keltern-Ellmendingen deshalb sehr am Herzen, wie auch einer Anwohnerin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte: „Schade, dass dieses besondere Gebäude weg- kommt. Ich habe so viele schöne Erinnerungen daran. Wir haben hier Hochzeiten und Taufen gefeiert“, sagt sie. Vanessa Brotschi hingegen freut sich über neuen Wohnraum im Ort: „Ich finde es toll, dass aus einem alten Gebäude etwas Neues und Modernes entsteht“, sagt sie.

Bei der Planung des Neubauprojektes hat man sich auf einen Kompromiss geeinigt: „Wir haben berücksichtigt, was vom Gemeinderat gewünscht wurde. Das heißt, die Fassade und die alten Klappläden bleiben. Auch das Bestandsgebäude behalten wir komplett bei“, so Bauleiter Tobias Pavlic. Es seien lediglich die nachträglichen Anbauten entfernt worden und durch den Neubau ersetzt. Auch das alte Wappen an der Hauswand soll bleiben.

Das Gebäude wurde bereits vollständig entkernt und der Keller sei schon freigelegt worden. „Man braucht noch eine Menge Fantasie, um sich das Endergebnis vorstellen zu können“, scherzt eine Kaufinteressentin. Der Fertigstellungstermin wurde bereits von Dezember 2026 auf Ende Januar 2027 verschoben. Pavlic und seinen Bauarbeitern steht eine Menge Arbeit bevor: „Es gibt noch viel zu tun, uns geht die Arbeit hier erstmal nicht aus“, sagt er.

Vier der insgesamt 19 Wohnungen seinen bereits reserviert.

Autor: sabrina del nunzio |keltern