Keltern -  15.04.2021
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„Eine richtige Herausforderung“ - Rutronik Stars Keltern vor Spiel in Marburg

Keltern. Freie Wochenenden haben die Basketballerinnen der Rutronik Stars Keltern normalerweise nicht, wenn die Saison läuft. Doch jetzt, in den Play-offs, kann man sich freie Tage am Wochenende zusätzlich verdienen. Im Viertelfinale ist das den Sternen bereits geglückt, als sie die Gisa Lions aus Halle in der Serie „Best of 3“ in zwei Spielen ausschalteten – das dritte Spiel am Ostermontag war dadurch überflüssig geworden.

Gleich mit drei Marburger Spielerinnen bekommt es in dieser Szene Kelterns Milica Deura zu tun – die Sterne rechnen auch im zweiten Spiel der Halbfinalserie mit starker Gegenwehr. Foto: Ripberger/PZ-Archiv
Gleich mit drei Marburger Spielerinnen bekommt es in dieser Szene Kelterns Milica Deura zu tun – die Sterne rechnen auch im zweiten Spiel der Halbfinalserie mit starker Gegenwehr. Foto: Ripberger/PZ-Archiv

Auch an diesem Freitag können die Korbjägerinnen aus der Enzkreisgemeinde dafür sorgen, dass sie am Sonntag spielfrei haben. Nachdem sie die erste Begegnung des Halbfinales am vergangenen Sonntag daheim gegen BC pharmaserv Marburg mit 82:65 deutlich für sich entschieden haben, können sie mit einem Sieg in Nordhessen vorzeitig ins Finale einziehen.

Strammes Finalprogramm

„Natürlich ist das unser Ziel“, sagt RSK-Trainer Christian Hergenröther über den möglichen freien Sonntag. Wichtig wäre der auch, weil im folgenden Finale (Modus „Best of 5“) ein strammes Programm wartet. Die ersten drei Begegnungen wären kommende Woche am Mittwoch, Freitag und Sonntag. Fällt keine vorzeitige Entscheidung, geht es in der folgenden Woche am Mittwoch und Sonntag weiter.

Doch ein Spaziergang wird das bei den Blue Dolphins (blaue Delphine) in Marburg nicht. Das erste Spiel hatte Keltern nur dank eines überragenden ersten Viertels (26:11) klar gewonnen, der Rest der Partie war nahezu ausgeglichen. Das wirft nun zwei Fragen auf: Können die Marburgerinnen auf Augenhöhe agieren, wenn sie sich nicht noch einmal in einem Viertel so überrennen lassen? Oder kann Keltern noch zulegen? Schließlich musste das Team angesichts einer komfortablen Führung schon ab Mitte des ersten Viertels nicht wirklich an seine Grenzen gehen.

Gegner mit Rücken zur Wand

„Vielleicht mussten wir im ersten Spiel nicht unser volles Potenzial abrufen“, sagt Christian Hergenröther rückblickend. Doch allzu viele Schlüsse für die zweite Partie will er daraus nicht ziehen. „Das wird ein knappes Spiel, eine richtige Herausforderung.“ Der Sterne-Coach nennt den Gang nach Marburg sogar „unser bisher schwierigstes Saisonspiel“. Die Gastgeberinnen stünden mit dem Rücken zur Wand. „Das“, so Hergenröther, „wird emotional und physisch. Wir müssen dagegenhalten.“

Gespannt sein darf man, ob Marburgs Coach Christoph Wysocki noch taktische Varianten in der Hinterhand hat. Im Hinspiel schien er vor allem bei der Defensivarbeit zeitweise mit seinem Latein am Ende. Was er auch probierte – Keltern hatte immer die passende Antwort. Sein Team hatte allerdings zu Beginn der Partie auch große Probleme mit der Trefferquote. Löst Marburg das im zweiten Spiel besser, ist die Messe noch lange nicht gelesen.

Autor: ok