Keltern -  07.09.2018
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Trendwende hin zur Hühnerhaltung: Immer mehr Menschen schätzen eigene Eier-Produktion

Keltern-Ellmendingen. „Ich wollt ich wär’ ein Huhn…“ schon in diesem Lied aus dem Jahr 1936 schwingt eine gewisse Sympathie für das eierlegende Federvieh mit und mal ehrlich: Was wäre die Menschheit ohne dieses „Grundnahrungsmittel“? Ob für Spätzle, Maultaschen, Pfannengerichte, Kuchen und zum Frühstück: Eier sind unverzichtbar. Und genau deshalb ist zur Zeit wohl eine Trendwende hin zur eigenen Hühnerhaltung zu erkennen.

Zusammen mit Tochter Wilma hat auch Vater Andreas Ratz große Freude am neuen Trend der Hühnerhaltung im eigenen Garten und den täglich frischen Eier „aus eigener Produktion“. Fotos: Ossmann
Zusammen mit Tochter Wilma hat auch Vater Andreas Ratz große Freude am neuen Trend der Hühnerhaltung im eigenen Garten und den täglich frischen Eier „aus eigener Produktion“. Fotos: Ossmann

Unterstrichen wird diese Feststellung auch mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von rund 270 Stück. Von Privathaushalten werden die Eier überwiegend über den Lebensmittelhandel oder vom Bauernhof direkt bezogen. Nur die Wenigsten haben noch einen eigenen Hühnergarten oder pflegen sogar noch das Hobby der Geflügelzucht – ob privat oder im Verein.

Wandel hin zu eigener Haltung

Aktuell ist allerdings eine gewisse „Trendwende“ festzustellen, zumindest bei jüngeren Familien mit Haus und Garten, wie bei Corinna und Andreas Ratz aus Ellmendingen. Gemeinsam mit den Töchtern Mathilde (5) und Wilma (3) freuen sie sich täglich über drei Eier aus dem eigenen Hühnerstall. Und auch der jüngste Spross, der sechs Monate alte Frieder, wird ganz bestimmt eines Tages seine Freude an den Tieren haben. Für die Familie sind die drei Hühner, neben den beiden Zierhasen eine Mischung aus „Spielkamerad“, für die auch Verantwortung übernommen werden muss, und Nutztier, das täglich zuverlässig ein Ei liefert. „Der Aufwand ist relativ gering“, sagt Andreas Ratz. Die Tiere haben einen entsprechenden Auslauf, ein Hühnerhaus mit Nestern, Wasser- und Futterstelle sowie ausreichend Schattenbereiche. Neben Legemehl gibt es Körner, Futter von der Wiese und Gemüseabfälle aus der Küche.

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Mehr oder minder auf Empfehlung von Bekannten sind Corinna und Andreas Ratz auf die Idee der Hühnerhaltung gekommen und können im Handumdrehen zahlreiche gleichgesinnte Familien nennen. Mit Rücksichtnahme auf die Nachbarschaft hat Andreas Ratz allerdings auf einen Hahn verzichtet, der im Dorfgebiet aber durchaus noch seine Daseinsberechtigung hat. Auch in allgemeinen Wohngebieten kann die Hühnerhaltung zulässig sein, immer unter dem Aspekt der Verhältnismäßigkeit, wobei man von maximal drei bis fünf Hühnern ausgeht.

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Autor: Theo Ossmann