Keltern -  26.04.2026
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Verwunderung im Rat: Zufahrt zum Kelterner Waldkindergarten bedarf noch weiterer Prüfung

Keltern. SPD-Gemeinderat Oliver Weik war letzthin im Kelterner Gemeinderat ziemlich perplex. Ausgelöst wurde die Verwunderung durch eine Formulierung im Nachbericht zur Verkehrsschau 2025.

Oben am Berg ist der neue, tolle Waldkindergarten etabliert worden. Das Bild entstand bereits bei einer sommerlichen Projektbesichtigung mit der Verwaltung im zurückliegenden Jahr.
Oben am Berg ist der neue, tolle Waldkindergarten etabliert worden. Das Bild entstand bereits bei einer sommerlichen Projektbesichtigung mit der Verwaltung im zurückliegenden Jahr. Foto: Marx

Unter Punkt 2.8 zur Zufahrt des Waldkindergartens Miteinanderwald war von Natascha Andok vom Kelterner Hauptamt folgende Zusammenfassung behördlicherseits erstellt worden: „Die Gemeindeverwaltung bittet um Prüfung, ob man aus Gründen der Verkehrssicherheit fahrdynamische Schwellen auf der Zufahrtsstraße anbringen könnte, da sich hier oft nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit gehalten wird.“ Und jetzt kommt die ausschlaggebende Formulierung: „Da sich der Zufahrtsweg zum Miteinanderwald außerhalb geschlossener Ortschaften befindet, wäre eine theoretische Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern möglich.“ Eine Aufbringung von Bodenschwellen sei somit nicht möglich.

Weik, im Berufsleben Direktor des Amtsgerichts in Pforzheim, konnte es kaum fassen: Womöglich mit 100 auf einer schmalen Straße durch die Weinberge oberhalb von Dietlingen und Ellmendingen brettern?

Aber allein die theoretische Möglichkeit ließ aufhorchen. Das, so Weik, könne doch nicht wirklich ernst gemeint sein. Hauptamtsleiterin Nastassia Di Mauro meinte zwar zunächst: „Wir sehen es nicht so emotional.“ Aber in der Tat sei damit ein kritischer Punkt angesprochen. Das Versprechen der Hauptamtsleiterin: „Wir bleiben dran.“

Die Redaktion hat deshalb nachgefragt, ob sich bereits eine Lösung in der Sicherheitsdebatte abzeichnet. Hierzu teilte Bürgermeister Steffen Bochinger nun mit: „Wir werden das Thema nochmals mit dem Verkehrsamt bei der nächsten Verkehrsschau thematisieren. Dazu haben wir erneut einen Geschwindigkeitsmesser aufgestellt, der uns unter anderem die Anzahl der Fahrzeuge sowie die gefahrenen Geschwindigkeiten ermitteln wird.“

Bei einer früheren Messung, so Bochingers Hinweis, sei der Durchschnittswert um die 30 Stundenkilometer gelegen. Der Rathauschef in seiner Antwort an die „Pforzheimer Zeitung“ weiter: „Von dem Thema Schwellen sehen wir aktuell aus verschiedenen Gründen, unter anderem Verkehrssicherheit für Zweiradfahrer und landwirtschaftliche Weinbergfahrzeuge ab.“

Ergänzend teilte der Rathauschef mit: „Es geht hauptsächlich um die Teilstrecke von der Bebauung bis zum OGV hoch. Die letzte Strecke zum Kiga ist kein Thema aktuell.“ Man darf gespannt sein, wie es weitergeht.