Kieselbronn
Kieselbronn -  07.10.2021
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Neuer Vorstand und neuer Aufsichtsrat in Kieselbronner Raiffeisenbank

Kieselbronn. Ein zufriedener Vorstand und Aufsichtsrat, ein gutes Betriebsergebnis, eine im Vergleich zum Vorjahr gesteigerte Bilanzsumme sowie eine überdurchschnittliche Dividende: Die Kieselbronner Raiffeisenbank ist nach wie vor gut aufgestellt. Trotz der Corona-Krise könne man mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden sein, sagte Vorstandsmitglied Benjamin Grimm bei der Generalversammlung in der örtlichen Festhalle.

Viel Lob: Bernd Feuchter und Bernd Link wurden von Mathias Juhl (vorne, von links) geehrt. Über eine erfolgreiche Generalversammlung freuten sich (hinten, von links) Benjamin Grimm, Ronny Walter, Thorsten Preuß, Gert Wiederrecht und Philipp Kreutel.
Viel Lob: Bernd Feuchter und Bernd Link wurden von Mathias Juhl (vorne, von links) geehrt. Über eine erfolgreiche Generalversammlung freuten sich (hinten, von links) Benjamin Grimm, Ronny Walter, Thorsten Preuß, Gert Wiederrecht und Philipp Kreutel.

Bilanzsumme um vier Prozent gesteigert 

Eine Aussage, die sein Vorstandskollege Ronny Walter anschließend mit Zahlen untermauerte: Die Bilanzsumme konnte gegenüber dem Vorjahr um 6,1 Millionen Euro auf inzwischen 161,5 Millionen Euro gesteigert werden. Eine Erhöhung um fast vier Prozent, die laut Walter vor allem aus dem starken Anstieg der Kundeneinlagen resultiert. Die Kundenforderungen kletterten zum Ende des Berichtsjahrs um zwei Millionen auf 101,1 Millionen und damit auf eine „Rekordhöhe“.

Auch das bilanzunwirksame Kreditgeschäft konnte um knapp zwölf Prozent gesteigert werden, so dass die Bank zum Jahresende ein betreutes Kundenkreditvolumen von rund 116 Millionen vorweisen konnte. Die Wertpapieranlagen erhöhten sich auf knapp 42 Millionen.

Auswirkungen der Zinspolitik

Auf der Passivseite stiegen die Gesamteinlagen von Kunden auf knapp 133 Millionen. Zum Jahresende unterhielten die mehr als 2 400 Mitglieder Geschäftsguthaben von 1,3 Millionen Euro. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung hätten sich erneut die Auswirkungen der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank gezeigt. Auswirkungen, die laut Walter nicht nur für die Kunden spürbar werden, deren Spar- und Termineinlagen schon seit einigen Jahren nur noch mit 0,01 Prozent verzinst werden.

Auch für die Bank werde es immer schwerer, die hohen Einlagenzuwächse gewinnbringend anzulegen. Gut gelaufen ist es dagegen im Provisionsbereich, wo der Provisionsüberschuss um 186 000 Euro auf 681 000 Euro gesteigert werden konnte. Unterm Strich verbleibt ein Bilanzgewinn von 291 000 Euro, der die Ausschüttung einer „sehr komfortablen Dividende“ von fünf Prozent erlaubt. Eine Vorgehensweise, der die Generalversammlung einhellig zustimmte.

Wechsel im Vorstand

Es war das erste Mal, dass Bernd Feuchter die Veranstaltung vom Zuschauerraum aus verfolgte. Vergangenes Jahr saß er noch neben Walter als Vorstandsmitglied auf der Bühne – inzwischen ist er im Ruhestand. Anfang Mai hatte Grimm seine Nachfolge angetreten. 36 Jahre hatte Feuchter bei der Raiffeisenbank gearbeitet und sie 28 Jahre lang als einer von zwei gleichberechtigten Vorstandsmitgliedern geleitet. Eine Leistung, für die ihm nicht nur Aufsichtsratsvorsitzender Gert Wiederrecht und Bürgermeister Heiko Faber dankten. Auch Mathias Juhlvom baden-württembergischen Genossenschaftsverband fand viele lobende Worte und verlieh ihm die Ehrenurkunde in Gold des baden-württembergischen Genossenschaftsverbands.

Diese Personen wurden geehrt 

Eine Ehrenurkunde des Verbands erhielt auch Bernd Link, der nun den Aufsichtsrat verlässt. 18 Jahre hatte er ihm angehört, davon acht als stellvertretender Vorsitzender. Er habe immer genau hingeschaut, sei verlässlich, ein zuverlässig arbeitendes Mitglied und die „Stimme der Sparer“ gewesen, sagte Juhl. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde der Kieselbronner Hauptamtsleiter Philipp Kreutel.

Autor: Nico Roller