Alter Bauhof in Knittlingen weicht: Ideen zum Mitgestalten des neuen Bürgerparks gefragt
Knittlingen. Im neuen Jahr soll der Bürgerpark Knittlingen angegangen werden. Dem Abriss des Alten Bauhofs stimmte der Gemeinderat ohne Gegenstimme zu. „Nach dem Jahreswechsel einzusteigen“, kündigte Bürgermeister Alexander Kozel an. Für rund 163.000 Euro einschließlich Steuern ging der Auftrag an die Firma JMS GmbH & Co. KG aus Weinstadt. Wenn die Gebäude weg sind, kann der Bürgerpark gestaltet werden.
„Ein Park von und für Bürger“: Knittlingens Stadtoberhaupt verdeutlichte, dass die Bürger sich direkt einbringen sollen. Um ihre Ideen zu sammeln und deren Tauglichkeit auf Umsetzung zu bewerten, soll es möglichst zeitnah eine Bürgerbeteiligung geben.
Markus Scholl (CDU) fragte, inwieweit Wege mit Fördermitteln gebaut werden könne. „Förderfähig sind sie“, antwortete Alexander Kozel. Die Fläche Bürgerpark sei bisher nicht im Sanierungsgebiet „Historische Altstadt“ enthalten, das ausläuft. Bis Ende November könne ein Antrag auf Verlängerung gestellt werden. Das Budget sei allerdings bereits aufgebracht. Deswegen soll neben der Verlängerung die Erhöhung des Fördertopfes beantragt werden. „Das steht alles im Konjunktiv“, merkte Kozel an. In der Sitzung am 24. November wird das Thema erneut im Gemeinderat diskutiert.
Zugestimmt wurde einer Änderung für Siedlungsflächen in Knittlingen. Das muss im Regionalplan Nordschwarzwald neu eingetragen werden. Wie Projektleiterin Mareike Fetzner von der LBBW Kommunalentwicklung anmerkte, müsse es einen Ausgleich für die geplanten 3,3 Hektar Wohngebiet an der Friedenstraße geben. Dafür werde das bisher geplante Wohngebiet Kalkofen (4,1 Hektar) komplett herausgenommen. Das Wohngebiet „Am Schafgarten“ werde verkleinert. Ein neuer Bereich am Schafgarten West“ (rund 2,1 Hektar) solle weiter im Regionalplan bestehen bleiben. Angesichts der zentralen Lage der Friedenstraße begrüßte Jochen Stöhr (Unabhängige Wählervereinigung) diese Neuordnung.
Gitta Lampert (Liste für Mensch und Umwelt) setzte sich für die „guten landwirtschaftlichen Flächen“ ein, die im Bereich „Am Schafgarten“ vorhanden seien. Sie äußerte Vorbehalte gegen ein weiteres Wohngebiet. Timo Steinhilper (SPD) sagte, dass es wichtig sei, sich die Möglichkeit für Baulanderschließung offen zu halten. Einstimmig wurde das vorgweschlagene Siedlungsflächenkonzept am Edne angenommen bei 15 Ja- und drei Nein-Stimmen. Das engtspricht einer Absichtserklärung für die Entwicklung „Am Schafgarten West“.
