Knittlingen
Knittlingen -  12.01.2022
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Neues Jahr, neue Ziele: Motorradpilot Dominik Vincon aus Knittlingen will in die Top-Ten fahren

Knittlingen. Pünktlich zum Start ins neue Jahr hat die Fédération International de Motorcyclisme (FIM) einen vorläufigen Rennkalender für die Endurance World Championship, die weltweit höchste Langstrecken-Motorrad-Rennserie, veröffentlicht. Das hat auch Dominik Vincon vom Team LRP Poland registriert, der schon jetzt auf die neue Saison brennt.

Der Knittlinger Dominik Vincon vom Team LRP Poland kann den Saisonstart kaum erwarten. Foto:Jagielski
Der Knittlinger Dominik Vincon vom Team LRP Poland kann den Saisonstart kaum erwarten. Foto:Jagielski

Pünktlich zum Start ins neue Jahr hat die Fédération International de Motorcyclisme (FIM) einen vorläufigen Rennkalender für die Endurance World Championship, die weltweit höchste Langstrecken-Motorrad-Rennserie, veröffentlicht. Das hat auch Dominik Vincon vom Team LRP Poland registriert, der schon jetzt auf die neue Saison brennt.

Er wolle sich in die beste Form seines Lebens bringen und habe deshalb in den vergangenen drei Monaten ein hohes Pensum an Krafttraining und Läufen absolviert, berichtet der 30-Jährige aus Knittlingen von der wettkampffreien Zeit seit dem letzten Rennen im tschechischen Most Anfang Oktober. Eine kleine Blessur an der Ferse habe ihn dann kurz vor Weihnachten zu einer kurzen Pause gezwungen. Diese habe er für einen Besuch bei der Familie seiner Partnerin in Norddeutschland genutzt. „Demnach ist es bei mir in den letzten Tagen eher ruhig zugegangen“, sagt Vincon – doch jetzt will er wieder Vollgas geben, um beim Beginn der Langstrecken-WM Bestleistungen zeigen zu können.

Laut dem Terminkalender der FIM geht es am 16. und 17. April mit dem 24-Stunden-Klassiker von Le Mans los, am ersten Juniwochenende (4. und 5. Juni) steht dann das zweite Rennen rund um die Uhr im belgischen Spa auf dem Programm. Am 7. August drehen die Teams bei einem Acht-Stunden-Rennen in Suzuka (Japan) ihre Runden, am 17. und 18. September geht es beim „Bol d‘ Or“ auf dem Ciruit Paul Richard in Le Castellet (Frankreich) um die schnellsten Zeiten.

Der Wettkampfkalender ist damit aber noch nicht ganz vollständig. Dominik Vincon jedenfalls ist gespannt, was noch dazukommt und hofft vor allem auf Gänsehautatmosphäre auf wieder vollen Zuschauerrängen – sofern dies die Corona-Situation zulässt.

Vergangene Saison war Vincons Mannschaft von der BMW S 1000 RR K 46 auf das Modell K 67 umgestiegen mit der Hoffnung auf eine Leistungssteigerung. Nun ist es aber im Sport nicht selten, dass neues Material zunächst Reibungsverluste und damit Enttäuschungen mit sich bringen kann. Das musste Vincon und sein polnisches Team, das neben seinem Ausfall auch noch weitere Verletzungen kompensieren musste, schmerzlich erfahren.

Wie sich das Team LRP Poland in der Saison genau zusammensetzen wird, ist indes noch nicht abschließend geklärt. Bislang gehörten neben Vincon, der seinen Stammplatz behalten wird, der Teamchef Bartlomiej Lewandowski und Kamil Krzemieñ zum Aufgebot. Ob das so bleibt, wird sich zeigen.

Das sportliche Ziel steht schon fest: „Wir wollen in die Top-Ten fahren“, sagt der Sportler, „das haben wir 2021 leider verpasst, aber das ist ein absolut realistisches Ziel.“ Am Ende sprang Platz 13 in der WM-Gesamtwertung heraus. Als einen „Riesentraum“ bezeichnet Vincon das Podium in der Langstrecken-WM – wohl wissend, dass das bei der starken Konkurrenz schwer wird.

Um im Rennsport Erfolg zu haben, muss indes nicht nur der Fahrer eine starke Physis mitbringen, auch die Motorräder sollten einiges aushalten. „Man muss sich das vorstellen, welchen extremen Belastungen das Material beispielsweise bei einem 24-Stunden-Rennen über eine ganz lange Zeit ausgesetzt ist“, betont der Knitlinger, der mit seinem Team seit der vergangenen Saison mit einer neuen Maschine unterwegs ist. Und der Umstieg von der BMW S 1000 RR K 46 auf das Modell K 67 ging nicht ohne technische Probleme vonstatten. Beispielsweise mussten Vincon und seine Mitstreiter gleich beim Auftakt in Le Mans vergangenes Jahr deshalb aussteigen. Und weil später auch noch Verletzungspech hinzukam, schaffte es das Team nur auf Platz 13 der WM-Gesamtwertung.

2022 soll es nun besser laufen: „Unsere Mechaniker haben zuletzt einiges getan“, sagt Vincon, außerdem habe das Team von zwei auf drei Maschinen aufgerüstet, was mehr Flexibilität bringen soll.

Autor: pm