Bautechniker dringend gesucht: Nach dem Bauamtsleiter verlässt auch der Tiefbautechniker Königsbach-Stein
Königsbach-Stein. Rot-weiße Absperrbaken und Schilder versperren aktuell die Durchfahrt von der Steiner Straße in die Königsbacher Ortsmitte. Weitergehen würde es dahinter ohnehin nicht, zumindest nicht weit. Denn unterhalb der evangelischen Kirche läuft derzeit die Sanierung der historischen Stützmauer auf Hochtouren: mit schweren Maschinen und großen Steinbrocken, die zum Teil mitten auf der Fahrbahn liegen.
Um wichtige Infrastrukturprojekte wie dieses fachgerecht betreuen zu können, benötigt die Gemeindeverwaltung in ihren Reihen einen Bautechniker, der auf den Tiefbau spezialisiert ist.
Weil der bisherige Stelleninhaber das Rathaus bald verlässt, will man dort nach einem kompetenten Nachfolger suchen. Einstimmig, ohne Fragen und Diskussionen, hat der Gemeinderat dafür grünes Licht gegeben. Seit den diesjährigen Haushaltsberatungen ist die Verwaltung auf seine Zustimmung angewiesen, wenn sie Stellen besetzen will, die zwar im Stellenplan stehen, aber nicht im pädagogischen Bereich liegen. Dass ein neuer Tiefbautechniker für das Funktionieren der Abläufe im Rathaus unerlässlich ist, daran ließ Hauptamtsleiter Dominik Laudamus am Dienstagabend in der jüngsten öffentlichen Gemeinderatssitzung im Bürgersaal keinen Zweifel. Zumal auch Bauamtsleiter Sören Rexroth die Gemeinde schon bald verlässt und die Teilzeitstelle des Hochbautechnikers bereits seit April des vorigen Jahres unbesetzt ist. „Es läuft bei uns viel im Tiefbau“, sagte Laudamus, etwa in der Königsbacher Ankerstraße und an den Hochwasserrückhaltebecken.
Für Laudamus steht fest: „Wir haben noch viele Projekte in der Pipeline.“ Der Hauptamtsleiter plädierte dafür, die Vollzeitstelle zeitnah auszuschreiben. „Von schnell und gut besetzen sind wir dann immer noch weit entfernt.“ Laut Sitzungsvorlage sei es schon schwierig genug ist, entsprechend qualifiziertes Fachpersonal zu finden. In Königsbach-Stein wäre der neue Stelleninhaber künftig unter anderem für die Projektleitung in den Bereichen Tiefbau, Hochwasserschutz, Frischwasserversorgung und Abwasserentsorgung zuständig.
Bürgermeister Heiko Genthner hofft, zeitnah einen qualifizierten Bewerber zu finden und einen reibungslosen Übergang sicherstellen zu können.
