Königsbach-Stein
Königsbach-Stein -  05.02.2021
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Eltern starten Petition für umstrittene Schulerweiterung in Königsbach

Königsbach-Stein. Längst ist die geplante Erweiterung des Königsbacher Bildungszentrums zu einem Politikum geworden. Und der Druck auf die Verantwortlichen in den vier Verbandsgemeinden Ispringen, Eisingen, Kämpfelbach und Königsbach-Stein wächst weiter.

Klare Ansage: Die Initiatoren der Petition wollen, dass die Erweiterung wie ursprünglich geplant umgesetzt wird. Das würde bedeuten, das bisherige Gebäude für die Naturwissenschaften im Norden zu erweitern. Roller
Klare Ansage: Die Initiatoren der Petition wollen, dass die Erweiterung wie ursprünglich geplant umgesetzt wird. Das würde bedeuten, das bisherige Gebäude für die Naturwissenschaften im Norden zu erweitern. Roller

Nun haben Elternvertreter der Willy-Brandt-Realschule und des Lise-Meitner-Gymnasiums eine Petition im Internet gestartet, in der sie eine Umsetzung der Erweiterung „auf Basis der bisher gefassten Beschlüsse“ fordern. Es soll also an der ursprünglich geplanten Vorgehensweise festgehalten werden.

Denn eigentlich war die Zielrichtung für die Erweiterung des Bildungszentrums schon seit vielen Monaten vorgegeben. Alles schien geregelt: Nach einem Architektenwettbewerb hatte man ein Freiburger Büro ausgewählt, dessen Planung bereits weit gediehen war. Aber dann lehnte die Verbandsversammlung im November die Beauftragung der weiteren Leistungsphasen wegen stark gestiegener Kosten mit den Stimmen aus Kämpfelbach, Eisingen und Ispringen mehrheitlich ab. Im Verwaltungsrat suchte man anschließend nach kostengünstigeren Alternativen zur ursprünglichen Planung. Zwei liegen nun auf dem Tisch und sollen weiter ausgearbeitet werden. Doch genau das wollen die Initiatoren der Petition nicht: Aus ihrer Sicht geht ein weiteres Aufschieben der Entscheidung zulasten der Baukosten, der Zeit und der Schüler. „Der aktuelle Lehrplan kann mit den vorhandenen Räumlichkeiten nur noch eingeschränkt erfüllt werden“, heißt es in der Begründung: Lehrer und Schüler würden zeitgemäße Unterrichtsräume benötigen, die einen „motivierenden und dem Bildungsplan entsprechenden Unterricht“ ermöglichen. Als Initiator des Ganzen weist das Internetportal Thomas Adam aus. Er ist der Vorsitzende des Elternbeirats an der Realschule und hat sich eigenen Angaben zufolge mit seinem Amtskollegen vom Gymnasium abgestimmt, bevor er die Petition ins Netz stellte. „Ich hätte nie gedacht, dass ich mal eine Petition starten würde“, sagt Adam. Man wolle das Thema in die Breite tragen und einen deutlichen Appell an die politischen Entscheidungsträger senden, dass an der ursprünglichen Vorgehensweise festgehalten werden solle. „Wir wollen verhindern, dass die Containerlösung zur Dauerlösung wird“, sagt Adam. Eine Alternativlösung könne nicht günstiger werden, ohne, dass die Qualität erheblich darunter leide.

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Autor: Nico Roller