Königsbach-Stein
Königsbach-Stein -  23.07.2020
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Großer Sanierungsbedarf und erschwerte Bedingungen: Erik Schweickert besucht veralterte Sporthalle der Steiner Heynlinschule

Königsbach-Stein. Knarzend gibt der Boden in der Sporthalle der Steiner Heynlinschule nach, als Erik Schweickert darüber läuft. Zusammen mit den Gemeinderäten Sascha Leonhard und Enzo Di Grigoli schaut sich der FDP-Landtagsabgeordnete die Halle an, die abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden soll.

In der Heynlin-Sporthalle tauschen sich (von links) Enzo Di Grigoli, Erik Schweickert und Sascha Leonhard mit Rektorin Carolin Krauth und Sport-Fachlehrerin Sabine Weise aus. Foto: Roller
In der Heynlin-Sporthalle tauschen sich (von links) Enzo Di Grigoli, Erik Schweickert und Sascha Leonhard mit Rektorin Carolin Krauth und Sport-Fachlehrerin Sabine Weise aus. Foto: Roller

Einen entsprechenden Beschluss hat der Gemeinderat schon vor geraumer Zeit gefasst. Schweickert setzte sich für einen Zuschuss aus dem Landesförderprogramm 2020 zum kommunalen Sportstättenbau ein. 420.000 Euro sind bewilligt worden – laut Schweickert der größte Förderbetrag aus diesem Programm im gesamten Enzkreis.

Zahlreiche Schadstellen

„Es war richtig, sich für den Zuschuss einzusetzen“, sagt der Landtagsabgeordnete, als er sich in der Halle umschaut: Der Boden ist stellenweise schadhaft, die Türen zu den Lagerräumen lassen sich nur schwer öffnen, je nach Wettersituation dringt Wasser durch das Dach und die sanitären Anlagen funktionieren nur noch teilweise einwandfrei: Zwei Duschen für Schüler und zwei für Lehrer sollen noch im Betrieb sein, zudem vier Toiletten, von denen allerdings nur zwei während des Unterrichts genutzt werden können.

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Eine Situation, die sowohl Lehrer als auch Schüler vor so manche Herausforderung stellt und die Hygieneerziehung erschwert. Nicht nur die Schule nutzt die Halle, sondern auch die Kindertagesstätte – und zahlreiche Vereine, etwa für Volleyball, zum Schießen, fürs Fußballtraining oder zum Turnen. Viele Jugendliche treiben Sport in dem Gebäude, das 1970 in einfacher Betonfertigteilbauweise errichtet wurde. Der Architekt für den Neubau ist bereits ausgewählt. Eine Beauftragung kann erfolgen, wenn der Haushalt 2020 verabschiedet wurde und entsprechende Mittel zur Verfügung stehen, wie das Bauamt der Gemeinde auf Nachfrage mitteilt. Wann genau der Baubeginn sein soll, steht noch nicht fest. Durch die Corona-Krise und die Haushaltsumstellung bei der Gemeinde sei es zu Verzögerungen gekommen, erklärt das Bauamt. Weil es noch keine fertigen Planungen gebe, könne noch keine verbindliche Aussage zu einem möglichen Baubeginn gemacht werden. Kosten soll das gesamte Projekt einer Schätzung zufolge rund 4,5 Millionen Euro. Zuerst soll die neue Halle auf dem derzeit noch zwischen bestehender Halle und Kindergarten gelegenen Kleinspielfeld realisiert und dann die alte Halle zurückgebaut werden. An ihrer Stelle soll ein neues Kleinspielfeld das bisherige ersetzen. „Ich freue mich, dass es im Gemeinderat nach wie vor Konsens ist, dass man an dem Projekt festhält“, sagt Schweickert, der auch weiterhin im Kontakt mit der Heynlinschule bleiben will.

Bildungsverband angedacht

Der Landtagsabgeordnete nimmt aus dem Gespräch mit Rektorin Carolin Krauth einige Themen mit, die er in seiner politischen Arbeit berücksichtigen will, etwa den Lehrermangel, die erschwerte Unterrichtsplanung unter Pandemie-Bedingungen und die Kommunikationspolitik des Landeskultusministeriums. „Unsere Grundschulen müssen leistungsstark bleiben und die Werkrealschule muss zweizügig bleiben“, sagt FDP-Gemeinderat Sascha Leonhard und ist sich mit seinem Fraktionskollegen Enzo Di Grogoli darin einig, dass es langfristig erstrebenswert wäre, für die Werkrealschule einen Bildungsverband mit den Nachbargemeinden zu gründen, um die Finanzierung sichern zu können.

Autor: Nico Roller