Königsbach-Stein
Königsbach-Stein -  24.11.2021
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Hallenneubau in Stein – aber ohne Pause für die Sportler

Königsbach-Stein. Neue Heynlinturnhalle entsteht ab Sommer 2022. Der alte Bau wird aber erst abgerissen, wenn der neue steht. So kann der Betrieb weitergehen.

Nicht mehr zeitgemäß: Das Innere der Heynlinturnhalle entspricht schon längst nicht mehr dem Stand der Technik. Deswegen soll das Gebäude aus den 1970er-Jahren durch einen Neubau ersetzt und dann abgerissen werden. Foto: Roller
Nicht mehr zeitgemäß: Das Innere der Heynlinturnhalle entspricht schon längst nicht mehr dem Stand der Technik. Deswegen soll das Gebäude aus den 1970er-Jahren durch einen Neubau ersetzt und dann abgerissen werden. Foto: Roller

Noch steht sie am Rand des Schulgeländes, nicht weit vom Pausenhof und der Kindertagesstätte entfernt. Doch schon bald werden ihre Tage gezählt sein: Die alte Turnhalle neben der Steiner Heynlinschule wird durch einen Neubau ersetzt. Ein Mammutprojekt zum Wohl von Schule und Sportvereinen, für das die Gemeinde viel Geld in die Hand nimmt. Und klar ist der Ablauf: erst die neue Halle, dann weg mit der alten.

Ein „großer Meilenstein“ ist laut Architekt Marco Lewald inzwischen damit erreicht, dass die Baugenehmigung vorliegt. In der jüngsten Gemeinderatssitzung sagte er, auch die Ausführungsplanung sei soweit abgeschlossen und kündigte einen Baustart im Sommer des kommenden Jahres an. Dabei wird zuerst das Kleinspielfeld entfernt, das sich aktuell noch neben der bestehenden Halle befindet. Denn an seiner Stelle soll anschließend der Neubau errichtet und Ende 2023 fertig werden. Ab Januar 2024 soll für rund zwei Monate der Abriss der bestehenden Halle folgen, die schon vor mehr als 50 Jahren in einfacher Betonfertigteilbauweise erstellt wurde. Ist sie dem Erdboden gleich gemacht, wird an ihrer Stelle ein neues Kleinspielfeld das bisherige ersetzen.

Die Vorgehensweise hat den Vorteil, dass während der Bauzeit der Sportunterricht weiterhin stattfinden kann. Im Sommer 2024 soll dann alles fertig und neu sein. Die Baustelle soll über die Heynlinstraße und die Lehmgrube angefahren werden, Parkplätze für Handwerker soll es nur im eingezäunten Bereich geben. Lewald kündigte an, man wolle die Lärmbelästigung auf ein Minimum reduzieren und besonders laute Arbeiten in die Ferien verlegen, wenn das möglich ist. Man habe sich bei der Baustelleneinrichtung mit der Schule abgestimmt und unter anderem Prüfungszeiträume berücksichtigt.

Lewald betonte, Sicherheit stehe an erster Stelle. Deswegen soll der Baustellenverkehr entkoppelt werden vom Laufweg der Schüler, die die bestehende Halle bis zur Fertigstellung der neuen weiterhin nutzen. Abends und am Wochenende soll die Baustelle laut Lewald mit einem geschlossenen Zaun abgesperrt sein.

Mit dem Neubau der Halle befasst sich der Gemeinderat schon seit geraumer Zeit. Erst im Mai hatte Lewald in öffentlicher Sitzung die Entwurfsplanung vorgestellt, die einen möglichst kompakten Hallenneubau vorsieht. Die unter anderem für Umkleiden und Geräte gedachten Nebenräume sollen zweistöckig angegliedert werden – und zwar so, dass der obere Flur als Galerie für Zuschauer dienen kann.

Im Mai war von Gesamtkosten von rund 5,7 Millionen Euro die Rede – und von Fördermitteln. Ein Zuwendungsbescheid über 420.000 Euro lag damals bereits vor. Im Gemeinderat ist die Begeisterung für das Mammutprojekt ungebrochen. Sascha Leonhard (FDP) lobte die Bauausschusssitzungen als „extrem zielorientiert“ und dankte sowohl dem Architekturbüro als auch der Gemeindeverwaltung. Auch Thomas Kaucher (FWV) sprach von „einem offenen Dialog“. Und Bürgermeister Heiko Genthner sah das Projekt auf einem guten Weg. Er verwies auf die Einbeziehung der Vereine und betonte: „Wir wollen hier zügig vorangehen.“

Autor: rol