Königsbach-Stein
Königsbach-Stein -  16.06.2021
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Satzung steht: Nächster Schritt zum Neubau der VR Bank in Stein

Königsbach-Stein. Momentan befindet sich am Steiner Ortseingang im Bereich des Kreisverkehrs an der Diesel- und der Königsbacher Straße noch eine grüne Wiese. Doch in Zukunft soll dort ein dreigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus errichtet werden.

Große Pläne: Auf dieser Wiese am Ortseingang von Stein will die VR Bank Enz plus ein dreigeschossiges Wohn- und Geschäftsgebäude errichten. Foto: Roller
Große Pläne: Auf dieser Wiese am Ortseingang von Stein will die VR Bank Enz plus ein dreigeschossiges Wohn- und Geschäftsgebäude errichten. Foto: Roller

Die Pläne der VR Bank Enz plus sind nicht neu und waren mehrmals Thema im Königsbach-Steiner Gemeinderat. Im November vorigen Jahres hatte das Gremium bei zwei Enthaltungen den Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Mitteltal“ gefasst und im März einstimmig den Bebauungsplan-Entwurf gebilligt. Nun folgte in der jüngsten Sitzung am Dienstagabend der Satzungsbeschluss, ebenfalls einstimmig.

Eine Änderung des Bebauungsplans ist unter anderem in Bezug auf die Nutzungsart notwendig: Aus einer Gewerbegebietsfläche soll nun eine Mischgebietsfläche werden, um so die vorgesehene Mischung von Wohnen und Gewerbe möglich zu machen. Der Änderungsbereich umfasst insgesamt eine Fläche von knapp 3300 Quadratmetern, öffentliche Verkehrsflächen mit eingerechnet.

Aktuell ist das Grundstück so gut wie unbebaut, einmal abgesehen von einem kleinen Pavillon, in dem ein Bankautomat untergebracht ist. Die VR Bank will ihn abbrechen und ein Wohn- und Geschäftshaus auf dem Grundstück errichten, das im 1974 aufgestellten Bebauungsplan „Gewerbegebiet Mitteltal“ liegt.

Das Bauvorhaben hatte im Herbst vorigen Jahres einige Bürger erzürnt, nachdem zwei auf dem Grundstück stehende, ortsbildprägenden Bäume gefällt worden waren. Im Anschluss wurden Protestbanner aufgehängt, Grabkerzen auf die Baumstümpfe gestellt und Kreuze in den Boden geschlagen. Im Gemeinderat hatte es im Anschluss nach einem entsprechenden Antrag der Grünen eine Diskussion über eine Baumschutzsatzung gegeben.

Letztlich entschied sich das Gremium mit großer Mehrheit dagegen. In der jüngsten Sitzung sagte Julia Reinhard (Grüne), die Bebauungsplanänderung bringe zwar die ortsbildprägenden Bäume nicht zurück, aber hoffentlich einen großen Mehrwert für Königsbach-Stein. Kritisch sah sie die Verkehrslärmentwicklung und äußerte die Hoffnung, dass die Parkplätze ausreichend sein werden und kein zusätzlicher Parkdruck entsteht. Laut Bauamtsleiter Thomas Brandl werden rund 60 Stellplätze geschaffen – und damit mehr als notwendig wären.

Autor: Nico Roller