Maulbronn
Maulbronn -  08.09.2020
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Die weite Welt des Weins: Weinbergführung mit Winzer Frank Jaggy in Maulbronn

Maulbronn. „Ich muss keinen Wein mehr trinken. Wenn ich eine Flasche sehe, dann weiß ich wie sie schmeckt“, sagte Peter Kotitschke, der am vergangenen Sonntag an der Weinbergführung „in vino veritas“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Familienspaß im Kloster“ teilgenommen hatte. Doch schließlich hatte es sich für den Teilnehmer, der einst Landwirtschaft studierte und aus der Region Heidenheim stammt, doch gelohnt, die edlen Tropfen des Winzers Frank Jaggy zu probieren. Der Ötisheimer Winzer, der den Maulbronner Klosterweinberg bewirtschaftet, führte die Wanderer an.

Frank Jaggy (Mitte) erklärte den Wanderern, welche Maßnahmen er gegen die Kirschessigfliege, Wespen und die Trockenheit ergreift. Foto: Fux
Frank Jaggy (Mitte) erklärte den Wanderern, welche Maßnahmen er gegen die Kirschessigfliege, Wespen und die Trockenheit ergreift. Foto: Fux

„Der Weinbauer hat eine ordentliche Handschrift“, war der Besucher denn auch voll des Lobes für den Winzer. Dessen Leidenschaft und Begeisterung für den Weinbau ist sofort spürbar, besonders wenn es um die 130 Ar umfassenden Sandsteinterrassen im Klosterweinberg geht. Dort – beim Herzog von Württemberg auf dem Elfingerberg – absolvierte Jaggy vor Jahren seine Ausbildung. Aus diesem Grund mussten der Weingärtner und seine Frau Patricia nicht lange überlegen, als sich die Möglichkeit bot, die historischen Terrassen, die alle gen Süden ausgerichtet sind, Ende der 1990er Jahre wieder zu bepflanzen und zu bewirtschaften. Anfangs teilte sich Jaggy die Arbeit am Klosterweinberg noch mit einem weiteren Winzer. Seit 2017 kümmern er und sein Team sich nun alleine um das Areal.

Wer die – teils steile Weinbergführung – mitmachte, hatte keinen Zweifel daran, dass viel Arbeit und Schweiß in den Böden und Rebstöcken steckt. Zwar helfen dem Winzer heutzutage allerlei Maschinen, doch vor allem Frost und Trockenheit, der in den Reben Schläuche entgegenwirken und für Bewässerung sorgen, machen Jaggy immer wieder zu schaffen. Auch Schädlinge wie die Kirschessigfliege aus Südostasien seien ein Problem, erklärte er den Teilnehmern.

Mehr lesen Sie am Mittwoch, 9. September, in der „Pforzheimer Zeitung“ (Ausgabe Mühlacker) oder im E-Paper auf PZ-news.

Autor: Silke Fux