Maulbronn -  11.10.2021
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Im Kloster: Erlebnistag lockt auch Menschen von weit her nach Maulbronn

Maulbronn. Familienfreundlich war der Erlebnistag im Kloster Maulbronn. „Faszination des Fremden“ war das Motto bei der Veranstaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg.

Helga und Jürgen Peschina waren als Marionette Puppenspieler unterwegs und verschenkten eine süße Überraschung. Foto: Fotomoment/Henkel
Helga und Jürgen Peschina waren als Marionette Puppenspieler unterwegs und verschenkten eine süße Überraschung. Foto: Fotomoment/Henkel

Vier verschiedene Weine hatten sich Monika Kreickmann, Peter Kreickmann, Ines Ehrke und Christian Ehrke am Weinstand der Klosterverwaltung einschenken lassen. Ein Riesling, ein Spät- und ein Grau-Burgunder sowie ein Lemberger. Vom Erlebnistag wussten sie nichts. Es war ein „angenehmer Zufall“. Zum Maulbronner Weltkulturerbe zieht es die beiden Nußbaumer Kreickmanns regelmäßig. „Es ist schön, hierher zu kommen“. Und das Thema „Faszination des Fremden“ interpretierten sie auf ihre Art. Sie kosteten untereinander vom Glas des Anderen.

Für Petra Mohr, stellvertretende Leiterin der Klosterverwaltung, haben die Klostergründer die „Faszination des Fremden“ gelebt. Sie kamen aus Frankreich und haben sich in Maulbronn niedergelassen. „Sie waren hier Fremde“, so Mohr. Das Motto hatte für sie noch einen weiteren Inhalt. „Alle, die es noch nicht kennen, können heute das Kloster erleben.“

Lebhaft war es im Klosterhof. „Ich bin gekommen, weil man hier etwas erleben kann“, so Sarah Mayer aus Kämpfelbach, die mit ihrer Tochter eine Lavendelseife machte. Neben dieser Station „Duftseifen“ gab es eine, an der Kreuze aus Holz gemacht und eine, an der Steine bemalt wurden. In einem Märchenzelt entführte Melanie Kalcher in Fantasiewelten.

„Ich habe einen Seifenball gemacht“, so Melani Antoni Hirschinger. „Das Wetter ist toll, um hier einen Rundgang zu machen“, sagte ihre Mama Jennifer Hirschinger. Sie war mit der Familie aus Bruchsal gekommen. Natürlich, das Schloss dort kannte sie, aber im Kloster Maulbronn war sie zum ersten Mal. „Hier ist etwas für Kinder geboten“, meinte ihre Freundin Janine Stumpf. Für ihre Tochter Nele und ihren Mann Manuel, lohnte sich das für Familien ausgerichtete Programm.

Bei tollem sonnigen und warmen Herbstwetter waren am Stelzenläufer und Jongleure in historischen Gewändern unterwegs. Ein Blickfang für die Besucher. Im Kapitelsaal zeigte eine Gruppe der Ballettschule Forkel aus Bretten den Schwanentanz, musikalisch begleitet von acht Cellisten des Seminars Maulbronn unter der Leitung von Barbara Nöldeke. Im Laienrefektorium trat das Akkordeon-Trio Rettig auf.

Autor: Volker Henkel