Mönsheim
Mönsheim -  22.02.2019
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Aus dem Ratssaal in Mönsheim

Mönsheim. Das Hochwasser im Jahr 2013 hat in Mönsheim viele Gebäude betroffen. Hochwasser kann nicht nur durch Überlastung von Gewässern entstehen, sondern auch durch sogenanntes wild abfließendes Wasser, das von den Hanglagen kommt. Nachdem bereits eine Flussgebietsuntersuchung für Mönsheim vorliegt, die die Betroffenheit bei Überflutungen durch örtliche Gewässer aufzeigt, gehört die Gemeinde nun zu den Ersten, die auch eine Starkregenrisikokarte hat.

Diese zeigt das Fließverhalten von Hangwasser überall dort auf, wo bei Starkregen Häuser betroffen sind. „50 Prozent der Wasserschäden entstehen durch Hangregen“, erklärte Hans Göppert vom Büro Wald und Corbe. Seine Mitarbeiterin Giuliana Falasca stellte dem Gemeinderat die Gefährdungsanalyse vor. In weiteren Schritten soll eine Risikoanalyse erstellt werden, in der kritische Objekte, wie Kindergärten und Schulen betrachtet werden, sowie Handlungsempfehlungen folgen. Auf Nachfrage zählte Göppert jetzt schon Bereiche auf, für die er Handlungsbedarf sah. Dazu gehört die Ertüchtigung des Zulaufs zum Regenüberlaufbecken beim alten Bauhof, eine Dammmaßnahme beim Entenbach mit Ertüchtigung des Tosbeckens und eine Änderung für den Bereich der Pforzheimer Straße ab dem Kreisverkehr. Was die Gemeinde tatsächlich angehen sollte, wird derzeit noch erarbeitet. Die Bürger sollen die Starkregenrisikokarte einsehen können. „Jeder Hausbesitzer kann reinzoomen und sich über seine Gefährdung informieren“, erklärte Göppert und regte damit private Maßnahmen an.

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Autor: ck