Mönsheim
Mönsheim -  15.03.2019
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Der Umwelt zuliebe: Mönsheim mobilisiert Gelder für Energie- und CO2-Einsparung

Mönsheim. Die Gemeinde Mönsheim hat das Förderprogramm Energie- und CO2-Einsparung eingeführt, mit dem nicht nur örtliche Hausbesitzer in den Genuss einer Förderung kommen. Auch Mieter, die beispielsweise herkömmliche Leuchtmittel durch LED-Lampen ersetzen, können davon profitieren.

Ortsdurchfahrt in Mönsheim. Foto: Seibel
Ortsdurchfahrt in Mönsheim. Foto: Seibel

„Im Rahmen der Haushaltsberatung haben wir beschlossen, ein Förderprogramm Energie aufzulegen, das die bestehende Förderung von Solaranlagen ergänzt“, erinnerte Bürgermeister Thomas Fritsch in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Daraufhin habe er in Abstimmung mit der örtlichen Arbeitsgruppe Energie und Umwelt ein Förderprogramm entworfen. Darin ist festgehalten, dass die Zuschüsse der Gemeinde mit anderen Zuschüssen kombinierbar sind und auch mehrere Maßnahmen des Förderprogramms parallel gefördert werden können. Im Haushaltsplan sind für dieses Jahr Zuschussmittel in Höhe von 5.000 Euro bereitgestellt. Sollten diese erschöpft sein, können trotzdem Förderanträge gestellt werden, die dann aber erst im nächsten Haushaltsjahr ausgezahlt werden. „Das hat mich bei anderen Programmen immer geärgert, dass man keine Förderung mehr bekommt, wenn die Mittel aufgebraucht sind“, erklärte Fritsch.

Austausch von Leuchtmitteln

Zu den Fördervoraussetzungen gehört, dass nur Maßnahmen auf Mönsheimer Gebiet berücksichtigt werden. Gegenstand der Förderung sind unter anderem der Austausch herkömmlicher Leuchtmittel durch LED-Leuchten, was mit 25 Prozent der Kosten und höchstens 100 Euro unterstützt wird. Der Zuschuss ist nur einmalig erhältlich.

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Außerdem wird der Einbau hocheffizienter Umwälzpumpen für Heiztechniken ebenfalls mit 25 Prozent der Investitionskosten und maximal 100 Euro gefördert. Weitere Fördermöglichkeiten bietet die Gemeinde beim Bau von Photovoltaikanlagen, Solarthermieanlagen, Biomassenzentralheizungen, Wärmepumpen und stationären Batteriespeichern. Gemeinderat Norman Freiherr von Gaisberg sprach sich gegen Subventionierungen aus. Er wollte Glühbirnen erst dann gegen LED-Leuchtmittel tauschen, wenn sie kaputt sind. Gemeinderat Walter Knapp fürchtete, dass die Bürger nur wegen einer einzigen Lampe einen Antrag stellen könnten.

Fritsch entgegnete, dass dieser Antrag nur einmal gestellt werden könne, um so zu einem umfassenden Austausch zu animieren. Die Fördermöglichkeiten sah er als Anregung für die Bevölkerung, überhaupt, etwas in dieser Richtung zu tun. „Natürlich kann man mit so einem Förderprogramm nicht die Welt retten“, stellte er fest.

Gemeinderat Joachim Baumgärtner (BLM) fürchtete hingegen, dass die Fördermittel schnell aufgebraucht sein könnten. Der Bürgermeister hielt fest, dass der Gemeinderat dann immer noch überplanmäßige Ausgaben beschließen könne. Das Gremium stimmte für das neue Förderprogramm. Ein Gemeinderat stimmte dagegen.

Autor: Claudia Keller