Mönsheim
Mönsheim -  27.02.2026
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

Gemeinderat Mönsheim: Keine Zukunft für die Hütte am Paulinensee

Mönsheim. Die Überdachung am Paulinensee muss weichen. Das Wasserwirtschaftsamt duldet das Bauwerk im Staubereich nicht und fordert die Entfernung. Der Gemeinderat einigt sich überraschend, auf die Hütte ganz zu verzichten.

Die Überdachung am Mönsheimer Paulinensee muss abgebaut werden, weil sie laut Wasserwirtschaftsamt nicht im Staubereich stehen d
Die Überdachung am Mönsheimer Paulinensee muss abgebaut werden, weil sie laut Wasserwirtschaftsamt nicht im Staubereich stehen darf. Foto: Tilo Keller

„Ein Thema, das die Gemüter erhitzt und uns auch schon ein paar Mal im Gemeinderat beschäftigt hat“, sagt Mönsheims stellvertretende Bürgermeisterin Margit Stähle (FWG), als sie den Tagesordnungspunkt „Versetzung Überdachung Paulinensee“ in der Ratssitzung ankündigte.

Sie berichtete, dass die Gemeinde zwei Angebote zur Versetzung der Überdachung eingeholt habe. Das günstigste Angebot belief sich auf rund 10.771 Euro. Darin enthalten sei unter anderem der Abbau und der Wiederaufbau des Unterstands sowie der Abbruch der alten Bodenplatte und der Neubau einer neuen. In Absprache mit dem Wasserwirtschaftsamt wurden zwei mögliche neue Standorte ermittelt, die sich hinter dem Damm befinden, zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht genauer untersucht wurden. „Egal, was wir heute Abend treiben, das Ding kommt weg“, bedauerte Gemeinderat Markus Rösler (ML). Die Versetzung des Unterstands hielt er nicht für sinnvoll, schließlich sei noch nicht sichergestellt, ob die vorgeschlagenen Standorte möglich seien, wofür zunächst ein Gutachter eingeschaltet werden müsste. Er schlug stattdessen vor die Hütte zu verschenken oder Brennholz daraus zu machen. „So eine Idee hätte ich nicht gewagt, vorzuschlagen“, meinte Stähle. Gemeinderat Philipp Bentel (FWG) plädierte zunächst dafür, den Unterstand irgendwo anders aufzustellen. Gemeinderätin Nadine D’Altilia (ML) warf ein, dass dies sogar noch mehr kosten würde.

„Hütte steht am falschen Platz“

Stephan Damm (FWG) sprach sich aus Kostengründen für den Vorschlag von Rösler aus. „Die Hütte steht am falschen Platz, ohne dass der Gemeinderat darüber informiert oder gefragt worden ist“, stellte Joachim Baumgärtner fest und erinnerte damit unterschwellig daran, dass der derzeit suspendierte Bürgermeister Michael Maurer den Unterstand veranlasst hatte. Er wies außerdem darauf hin, dass der, von manchen im Gremium tendenziell bevorzugte, neue Standort zur Gemeinde Wimsheim gehört.Angesichts der Kosten warf Norbert Freiherr von Gaisberg (FWG) die Frage auf, ob man den Verursacher regresspflichtig machen könne. Schließlich sei hier unrechtmäßig Geld der Gemeinde Mönsheim ausgegeben worden.

Abschließend schlug Margit Stähle vor, die Überdachung sechs Wochen lang im Gemeindeblatt gegen Selbstabholung auszuschreiben. „Mehr können wir auch dem Wasserwirtschaftsamt nicht mehr zumuten“, sagte sie. Sieben Ratsmitglieder sprachen sich dafür aus, vier stimmten dagegen und einer enthielt sich. ck