Mönsheim
Mönsheim -  12.03.2021
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Mitfahrbänke für Mönsheim: Modern trampen, ohne am Straßenrand zu stehen

Mönsheim. Wer eine Mitfahrgelegenheit sucht, kann sich neuerdings einfach auf eine der zehn Bänke setzen, die die Gemeinde in Mönsheim aufgestellt hat – sogenannte Mitfahrbänke. Vor dem Friedhof, beim Freibad, am Sportplatz, in der Nähe der Einkaufsmärkte und des künftigen Arzthauses sowie an weiteren zentralen Stellen in Mönsheim verteilt stehen neuerdings zehn auffällig rote Bänke. Daneben jeweils ein Schild mit dem Aufdruck „Mitfahrbank“ und ein bewegliches Schild „Nimm mich mit“. „Wer mitgenommen werden will, klappt das Schild heraus“, erklärt Bürgermeister Thomas Fritsch bei der Einweihung der Bänke und bezeichnete die Einrichtung als Ergänzung des Mobilitätskonzepts der Gemeinde.

Über die neuen Mitfahrbänke in Mönsheim freuen sich: Bürgermeister Thomas Fritsch, Gemeinderätin Simone Reusch und ihre Mutter Else Reusch, Pascal Pohl und Kornelia Stahl (von links). Foto: Claudia Keller
Über die neuen Mitfahrbänke in Mönsheim freuen sich: Bürgermeister Thomas Fritsch, Gemeinderätin Simone Reusch und ihre Mutter Else Reusch, Pascal Pohl und Kornelia Stahl (von links). Foto: Claudia Keller

„Wir haben versucht, Standorte zu wählen, so dass alle Richtungen bedient werden.“ Er berichtet außerdem, dass Gemeinderätin Simone Reusch die Idee im Sommer 2019 in den Gemeinderat eingebracht habe. „Wir waren zu Besuch bei Freunden und dort haben wir solche Mitfahrbänke gesehen“, erklärt Reusch und betont, dass dem Busverkehr damit keine Konkurrenz gemacht werden soll.

Sie sieht die Einrichtung eher im Sinne von Menschlichkeit, Bürgernähe und Umweltschutz. „Im Prinzip ist das modernes Trampen“, sagt Reusch. „Nur bequemer, da man sich auf die Bank setzen kann“, ergänzt Fritsch. Für drei weitere, fertig gestaltete Bänke werden noch Standorte in der Gemeinde gesucht. Den Bau der Bänke und Schilder hat Pascal Pohl übernommen. „Ich wohne seit sechs Jahren in Mönsheim und saß zufällig im Gemeinderat, als das Thema besprochen wurde“, so Pohl. Ursprünglich sollten die Schüler der Appenbergschule die Sitzgelegenheiten farblich gestalten, doch dann sei Corona dazwischengekommen und derartige Gemeinschaftsprojekte zunächst nicht mehr möglich gewesen, erzählt Bürgermeister Thomas Fritsch. Stattdessen sind die örtlichen Vereine und die Feuerwehr angeschrieben worden, die sich alle bereit erklärt hätten, die roten Bänke zu gestalten.

Gespannt auf Rückmeldungen

Und so prangen Bälle auf der Bank des Volleyball-Vereins, Fische schwimmen auf der Bank des Angelsportvereins und Feuersalamander und Schmetterlinge krabbeln über die Bank der BUND-Ortsgruppe. Für das Projekt hat die Gemeinde insgesamt 10 000 Euro in die Hand genommen. Aus der Auflösung des Mönsheimer Vereins BDS (Bund der Selbstständigen) kam eine Spende in Höhe von 3600 Euro. Nun ist die Gemeinde auf die ersten Rückmeldungen gespannt. Die Mutter von Gemeinderätin Simone Reusch, Else Reusch, konnte berichten, dass ihr bereits beim Probesitzen auf der neuen Bank eine Mitfahrgelegenheit angeboten wurde.

Autor: Claudia Keller