Mönsheim
Mönsheim -  23.07.2020
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Mönsheim in Zeiten von Corona: Bürger können ihre eindrücklichsten Erinnerungen schildern

Mönsheim. Das öffentliche Leben runtergefahren, die Angst vor Ansteckung allgegenwärtig, die neue Normalität total ungewohnt: Die Corona-Zeit und ihre Auswirkungen wird wohl niemand vergessen können. In Mönsheim soll auch ein Buch daran erinnern, was die Menschen in dieser Zeit besonders bewegt hat. In Bildern, Fotos oder Berichten können die Bürger ihre Eindrücke auf vielfältige Weise schildern – zum Jahresende soll das Buch dann erscheinen.

Pandemie-Erlebnisse zum Nachlesen soll in Mönsheim zum Jahresende erscheinen. Foto: Tilo Keller
Pandemie-Erlebnisse zum Nachlesen soll in Mönsheim zum Jahresende erscheinen. Foto: Tilo Keller

Die Idee hatte Schulsozialarbeiterin Silke Wuff, die zunächst ein Projekt für Grundschüler geplant hatte. Die Kinder sollten berichten, wie sie die Corona-Zeit verbracht haben – mit selbst gemalten Bildern und kleinen Texten. Aber die Idee kam so gut an, dass man beschlossen hat, alle Mönsheimer Bürger miteinzubeziehen: Von den Kindern bis zu den Senioren. Ein solches Dokument könne in ein paar Jahren eine wertvolle Erinnerung sein, meint Silke Wuff.

„Wenn man sich in zehn Jahren dann anschaut, was uns jetzt alles bewegt hat, ist das sicher sehr interessant.“ Von den Kindern hat sie die unterschiedlichsten Dinge bekommen, die vor allem zeigen, wie die Kleinen ihre ungewohnt viele Freizeit verbracht haben: Von Bildern über Ausflüge in den Wald bis zu Bastelanleitungen, von Infos über Abstandsregeln bis zum Bau eines Herbariums für getrocknete Pflanzen – sogar ein Gedicht war dabei. „Da wird sicher eine bunte Mischung zusammenkommen“, meint Heike Noack vom sozialen Netzwerk der Gemeinde.

Ältere Menschen fühlen sich im Ort behütet

Sie hält den Kontakt zu den Senioren und berichtet, dass diese Gruppe die zurückliegenden Monate durchaus positiv bewerte. „In den Zusendungen wird deutlich, dass die älteren Menschen sich im Ort behütet gefühlt haben“, so Noack. So sei die Zeit zwar als belastend empfunden worden, Angst werde in den Berichten aber nicht beschrieben. Was gefehlt hat, wird dennoch deutlich: Beispielsweise, wenn die Freude geschildert wird, andere Menschen wieder in die Arme nehmen zu können.

Manche thematisieren auch die Frage, was die Zukunft wohl noch bringe. Noack ist gespannt auf die Berichte, Fotos und Bilder, die noch kommen werden – jede Einsendung ist willkommen. Wuff und Noack sind überzeugt: Das Buch werde sicher ein informatives Dokument über Mönsheim zu Zeiten von Corona.

Wer mitmachen möchte: Berichte kann man in den Rathaus-Briefkasten werfen oder per Mail an rathaus@moensheim.de schicken.

Autor: sab