Mönsheim
Mönsheim -  27.07.2018
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Sondersitzung für Mühlengelände in Mönsheim: Firma plant Gebäude-Abriss

Mönsheim. In einer Sondersitzung hat sich der Mönsheimer Gemeinderat dem Bauvorhaben der Getreidemühle Decker und Mönch angenommen. Nötig wurde dies, da den Gemeinderäten ein Teil der Unterlagen erst einen Tag vor der vorangegangenen Sitzung zugestellt werden konnte, weshalb die Entscheidung schließlich vertagt worden war.

Das Haus Alte Wiernsheimer Straße 1 soll abgerissen werden. Foto: Keller
Das Haus Alte Wiernsheimer Straße 1 soll abgerissen werden. Foto: Keller

Die Firma Decker und Mönch plant auf dem Firmengelände ein Gebäude abzureißen sowie den Teilumbau eines bestehenden Mühlengebäudes, wodurch auch ein wasserrechtliches Verfahren für den Grenzbach nötig wird. Architekt Andreas Lippeck legte dem Gremium die Planungen nochmals dar. Bereits im Jahr 2017 wurde eine Planung mit der Absicht, durch den Abriss eines maroden Gebäudes die Zufahrtssituation im Hof zu verbessern, angestoßen.

„Wenn man das Gebäude abbricht, ist das schon der erste Eingriff in den Bach“, erklärte Lippeck. Deshalb soll bei dieser Gelegenheit nun auch gleich das alte Wehr entfernt, dem Gewässer mehr Raum und die Möglichkeit zur Renaturierung gegeben werden. Im Gegenzug soll beim Umbau des anderen Gebäudes ein Teil des Baches überdeckelt werden. „Der Bach ist durch das Wehr ökologisch tot“, führte Lippeck die Einschätzung von Fachleuten an. Das Bachbett soll im betroffenen Bereich im Mittel um 55 Zentimeter abgesenkt werden und durch die Ausbildung einer sogenannten rauen Rampe eine ökologische Aufwertung erfahren. Berücksichtigt werden soll dabei auch die Bemessungsgrundlage HQ100K, die neben dem Wert für ein statistisch alle 100 Jahre vorkommendes Hochwasserereignis, zusätzliche 30 Zentimeter einrechnet. Die Renaturierung des Baches könnte durch das Programm Leader Heckengäu gefördert werden. Um dafür die Fristen einhalten zu können, wurde die Sitzung noch vor der Sommerpause einberufen.

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Autor: Claudia Keller